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Der Streit um die "Israel-Lobby" in den USA: Mearsheimer und Walt in der Kritik, 1. Halbjahr 2006

Abstract

Der Vorwurf des Antisemitismus wiegt in den USA ähnlich schwer wie in Deutschland. Nach der Veröffentlichung ihres Artikels "The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy" wurde er gegen die amerikanischen Politikwissenschaftler John J. Mearsheimer und Stephen M. Walt erhoben. Die beiden renommierten Vertreter der Disziplin der Internationalen Beziehungen verfechten darin die These, dass der große Einfluss der pro-israelischen Lobby auf die amerikanische Außenpolitik nicht dem amerikanischen Interesse diene. Die zahlreichen Kritiker des Aufsatzes versuchen in ihren Reaktionen, einzelne Aspekte der Argumentation von Mearsheimer und Walt zu widerlegen. Besonders deren historische Analyse des israelisch-palästinensischen Konfliktes ist Zielscheibe von Kritik. Doch die theoretischen Prämissen, auf denen der Artikel beruht, bleiben unangetastet. Niemand stellt die für den Aufsatz zentrale Kategorie des "nationalen Interesses" in Frage. Dabei bildet sie nicht nur den Kern des Arguments, sie ist auch eine wesentliche Ursache der empörten Reaktionen

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