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    Forschende Haltung von Lehramtsstudierenden. Rekonstruktionen zu Professionalisierungspotenzialen im Rahmen der universitären Lehrer:innenbildung

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    Der vorliegende Band befasst sich mit der forschenden Haltung von Lehramtsstudierenden. Basierend auf acht Veröffentlichungen aus drei Projektkontexten werden mittels Dokumentarischer Methode Orientierungen von Lehramtsstudierenden zu Studienbeginn und im Master-Studium rekonstruiert, die auf mögliche Ausprägungen einer forschenden Haltung hin untersucht werden. Unter Einnahme verschiedener Perspektiven aus der Hochschuldidaktik, der Professions-, Habitus- und Bildungstheorie sowie der Praxeologischen Wissenssoziologie wird das Ziel verfolgt, zu einer empirisch basierten theoretischen Ausdifferenzierung des Konzepts ‚forschende Haltung‘ beizutragen. Die auf der Studie aufruhenden Implikationen für die universitäre Lehrer*innenbildung gewinnen dadurch an Relevanz, dass in Zeiten von Lehrer*innenmangel die Notwendigkeit eines wissenschaftlichen Lehramtsstudiums in Frage gestellt wird. (DIPF/Orig.)This volume presents a study on the question of whether and, if so, which characteristics of a research attitude can be identified in student teachers. Based on eight publications from three research projects on research-based learning and reflection, orientation frameworks of student teachers are presented which were reconstructed by using the Documentary Method. These orientation frameworks are then analyzed in a second step to find out whether they reveal aspects of a research attitude. This is done against the background of a heuristic designed in the study to determine a research attitude, which incorporates both theoretical concepts of the higher education didactic principle of research-based learning and from the structural-theoretical approach to professions as well as empirical findings. The study thus pursues the dual objective of outlining the concept of a ‘research attitude’ in more detail, both theoretically and empirically, and deriving implications for the further professionalization of student teachers and for university teacher education. These implications are becoming increasingly important at a time when the necessity of academic teacher education is being questioned in view of the current teacher shortage. (DIPF/Orig.

    Auf dem Weg zu einem professionellen Lehrerhabitus? Reflexionspotentiale von Lehramtsstudierenden zu Studienbeginn

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    Vor dem Hintergrund einer strukturtheoretisch, berufsbiographisch und praxeologisch informierten Perspektivierung von Lehrerprofessionalität befasst sich der Beitrag mit den Fragen, welche Reflexionspotentiale sich bei Student:innen des Lehramts zu Studienbeginn zeigen und inwiefern sich in diesen Reflexionspotentialen Erfahrungen aus der eigenen Schulzeit spiegeln. Die Beantwortung dieser Fragen bietet Einblicke in die Genese dessen, was im Diskurs um Lehrerprofessionalität aktuell unter ‚Lehrerhabitus‘ diskutiert wird. Zugleich wird erkennbar, dass die Habitus von Studienanfänger:innen des Lehramts eigenlogisch strukturiert sind. Sie ermöglichen unterrichtsbezogene Reflexionen, die auf etablierten Erfahrungen als Schüler:innen basieren, mehr oder minder eine Bewertung von beobachtetem Lehrerhandeln strukturieren und sich zwischen einer imaginativen Identifikation mit der Lehrer:innenrolle und einer Analyse des unterrichtlichen Interaktionssystems entfalten. Die (praktischen) Reflexionen verweisen dabei auf unterschiedliche Umgangsweisen mit auftretenden Ungewissheiten – ein Ergebnis, an dem eine differenzierende universitäre Lehrerbildung ansetzen könnte. (DIPF/Orig.

    Belastung und Beanspruchung von Lehrpersonen in den ersten Berufsjahren

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    Vorliegende Forschungsbefunde zu Belastung und Beanspruchung von Lehrpersonen basieren in der Regel auf Selbsteinschätzungen, so etwa Ergebnisse zu Ursachen von Lehrer*innenbelastung und Ressourcen zum Umgang mit Belastungen. Zwischen Lehrpersonen mit unterschiedlich starker Berufserfahrung wird dabei nur vereinzelt differenziert. Vor diesem Hintergrund fokussiert der Beitrag auf Belastungs- und Beanspruchungserfahrungen, die von solchen Lehrpersonen gemacht werden, die sich in den ersten fünf Berufsjahren befinden. In einer explorativ angelegten und mit der Dokumentarischen Methode operierenden Interviewstudie werden diese Erfahrungen als Ausdruck eines sowohl expliziten, von den Lehrpersonen auf den Begriff gebrachten als auch impliziten, handlungsleitenden Wissens interpretiert. Im Ergebnis zeigen sich zwei Ausformungen, wie berufsbezogene Belastungs- und Beanspruchungserfahrungen der interviewten Lehrer*innen mit deren berufsbezogenen Orientierungen verwoben sind. Dabei deutet sich das Potenzial einer rekonstruktiven Erschließung von Belastungen und Beanspruchung an, die an den Perspektiven der Befragten anschließt

    Studienreview zur Verwendung der Dokumentarischen Methode im Bereich der englischsprachigen Schulforschung

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    As both a methodology and a method, the Documentary Method represents one way of scientifically analyzing various phenomena in schools. The Documentary Method was originally developed in Germany, and discussions on its further development remain ongoing in the German-speaking scientific community. Simultaneously, the method has also gained recognition and use in English-speaking scientific contexts in recent years, including in the field of research on and in schools. Against this background, the present contribution reveals the results of a study review of the use of the Documentary Method in the field of research on and in schools in English-language literature. In order to yield a better understanding of the results, some key assumptions about the Documentary Method and its use in research on and in schools are additionally presented. The contribution ends with a summary of research desiderata. (DIPF/Orig.)Die Dokumentarische Methode stellt sowohl als Methodologie als auch als Methode einen Zugang dar, um verschiedene schulische Phänomene wissenschaftlich zu untersuchen. Die Methode wurde ursprünglich in Deutschland entwickelt und innerhalb der deutschsprachigen Wissenschaftsgemeinde werden fortlaufend Weiterentwicklungen diskutiert. Allerdings lässt sich die Tendenz erkennen, dass die Methode gegenwärtig verstärkt auch in englischsprachigen Wissenschaftskontexten genutzt wird – nicht nur, aber auch im Bereich der Schulforschung. Vor diesem Hintergrund werden in diesem Beitrag Ergebnisse eines Studienreviews zur Nutzung der Dokumentarischen Methode in englischsprachiger Schulforschung vorgestellt. Um die Ergebnisse besser verstehen zu können, werden zudem einige Kernannahmen der Dokumentarischen Methode und deren Bezüge zur Schulforschung präsentiert. Der Beitrag endet mit einer Darlegung von Forschungsdesideraten. (DIPF/Orig.

    "Doing Gender" im Kontext der Sexualerziehung an armenischen Schulen. Analyse von explizitem und implizitem Wissen in Unterrichtsinteraktionen mit Hilfe der Dokumentarischen Methode

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    The purpose of this paper is to demonstrate how gender-related knowledge is produced in sexuality education classroom discussions using the Documentary Method. Although previous qualitative research, especially with the Documentary Method, has explored various aspects of the discourse on “gender”, none has examined the implicit knowledge that emerges in the construction of gender between teachers and students in gender-related sexuality education classroom discussions. This study addresses this gap by using transcripts of audio-recorded classroom discussions in the context of sexuality education (“Healthy Lifestyle” program) in Armenian schools, and analyzing them using the Documentary Method. The findings indicate that gender and cultural essentialism were present in all reconstructed classroom discussions. This was expressed through an explicit division of gender traits on the argumentative level, which depicted women and men based on their feminine and masculine characteristics. Implicitly, this was reflected in the making of universal and deterministic statements about characteristics that are assumed to apply to all women, all men, and/or all Armenians. The participants shared the conjunctive knowledge of gender roles that are common in patriarchal contexts. (DIPF/Orig.)Das Anliegen dieses Beitrags ist es, mit Hilfe der Dokumentarischen Methode nachzuzeichnen, wie Geschlechter in klassenöffentlichen Diskussionen des Sexualkundeunterrichts konstruiert werden. Während bisherige qualitative Untersuchungen, die auch mit der Dokumentarischen Methode operieren, verschiedene Aspekte von „Gender“ in den Blick genommen haben, liegen keine Studien vor, die jenes implizite Wissen fokussieren, auf dem Konstruktionen von „Gender“ in Diskussionen zwischen Lehrpersonen und Schüler*innen im Sexualkundeunterricht basieren. Die vorliegende Studie greift diese Forschungslücke auf, indem sie audiographierte Unterrichtsgespräche im Rahmen eines Sexualerziehungsprogramms („Healthy Lifestyle“) an armenischen Schulen mit der Dokumentarischen Methode untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass gender- und kulturbezogene Essentialisierungen in allen rekonstruierten Unterrichtsgesprächen vorkommen. Diese zeigen sich auf der Ebene impliziten Wissens darin, dass deterministische und allgemeingültige Behauptungen über charakteristische Merkmale aufgestellt wurden, die den Anspruch erheben, auf alle Frauen, alle Männer und/oder alle Armenier*innen zuzutreffen. Die Teilnehmenden an den Diskussionen teilen dabei konjunktives Wissen bezüglich Geschlechterrollen, wie sie in patriarchalen Kontexten üblich sind. (DIPF/Orig.

    Research on school development using the documentary method. A study review

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    Innerhalb Dokumentarischer Schulforschung ist die Schulentwicklung ein Gegenstandsfeld, das seit 2006 zunehmend mit der Dokumentarischen Methode beforscht wird. So liegt mittlerweile eine Reihe entsprechender Veröffentlichungen vor. Während empirische Einzelstudien überwiegen, finden sich auch methodologisch-methodische Vergewisserungen, die auf der Basis vorliegender Studien erstellt wurden. Mit dem Studienreview ist das Anliegen verbunden, einen systematischen Überblick über das Gegenstandsfeld zu geben, den Forschungsbereich also gleichsam zu kartieren (‚mapping the field‘). Aufbauend auf einer kritischen Würdigung des Forschungsstandes werden Forschungsdesiderate für eine künftige Dokumentarische Schulentwicklungsforschung sichtbar gemacht (‚inspiring the field‘). (DIPF/Orig.)Research on school development using the Documentary Method has been growing since 2006. Indeed, several publications are now available in this research field. While individual empirical studies predominate, publications that focus on methodological and methodical topics can also be found. The present study review aims to provide a systematic overview of the research field of school development – that is, the review has the goal of mapping the field. Based on a critical appraisal of the current state of research, desiderata for future research on school development using the Documentary Method are addressed – that is, with the goal of inspiring the field. (DIPF/Orig.

    Warum sollten sich Lehrpersonen mit Forschung bzw. Evidenzen auseinandersetzen? Zur Frage der Sinnhaftigkeit der Beschäftigung mit Daten im Lehrer*innenberuf

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    In den letzten Jahren wird immer wieder ersichtlich, dass von Lehrpersonen offensichtlich erwartet wird, dass sie sich neben dem Kerngeschäft des Unterrichts auch mit Forschung und Evidenzen auseinandersetzen sollen. Dies zeigt sich nicht zuletzt an Standards für Aus-, Fort- und Weiterbildung von (angehenden) Lehrpersonen, die von Bildungspolitik und -administration formuliert werden. Dahinter steht die Annahme, dass durch die Einbindung wissenschaftlicher Erkenntnisse in ihre Arbeit gleichzeitig eine Steigerung der Qualität derselben erzielt werden kann. Welche Bedeutung jedoch Lehrpersonen einer solchen Auseinandersetzung mit Forschung und Evidenzen beimessen und welche möglichen Vorteile Lehrpersonen durch eine solche für sich identifizieren können, blieb bislang in weiten Teilen unberücksichtigt. Hier setzt der Beitrag an und versucht, diese Fragen auf der Grundlage des Forschungsstandes zu beantworten
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