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Die Ost-Erweiterung der Europäischen Informationsgesellschaft:: Technologische Anpassung als Modus politischer Institutionalisierung
The EU has adopted a common sei of technological standards and an organizational framework in the field of telecommunication, which have the applicant states to accept. Seemingly a pure question of technology outside the political process, this set actually contributes to a hierarchical division of labour between old and new members of the EU. Furthermore the benchmarking process, in which the progress of the applicant states is measured, forces the applicant states in competition for best adaption and provides westem companies with optimal information for their investment decisions
Zur politischen Produktion von Sachzwängen: Die europäische Informationsgesellschaft als regulativer Rahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit
Die Entwicklung der europäischen Informationsgesellschaft, wie sie von der Europäischen Kommission vorangetrieben wird, ist ein Instrument, nationalstaatliche Regulierungsmechanismen durch europäische zu ersetzen. Entgegen dem herrschenden Deregulierungsdiskurs wird anhand der Technologiepolitik und der Telekommunikationspolitik gezeigt, wie mit der Ersetzung nationalstaatlicher Regulierung durch europäische Regulierungsformen die europäische Politik an dem Primat der Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit orientiert wurde
Andere Zukünfte: Politik der Utopien
Der Beitrag behandelt berühmte Utopien sowie die Dystopien des 20. Jahrhunderts und die Science Fiction der Gegenwart. Der soziale Hintergrund dieser Konzeptionen, ihre Gesellschaftsbilder und der Stellenwert der Technologie in diesen Utopien werden mit einem Blick auf die Konstruktion der Gesellschaft von morgen diskutiert. (ICEÜbers)'Famous utopias as well as the 20th century dystopias and contemporary science fiction designs are reviewed. The social background of these conceptions as well as the ideas of society and the use and meaning of technology incorporated in these utopias are discussed in favour to support a discussion about the construction of future societies.' (author's abstract)
Antizipation von Zukunft zwischen Verwissenschaftlichung und Storytelling
Strategisches Handeln in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist mit der Konstruktion hypothetischer Zukünfte verbunden. Mit der Zukunft als Gegenstand sind epistemologisch einzigartige Probleme verknüpft, da es sich um eine Realität handelt, die empirisch noch nicht materialisiert ist. Doch wird 'die Zukunft' (oder auch eine Vielzahl an Zukünften) durch Prognosen, Simulationen, Modelle, Delphi-Befragungen und Szenarien als eine hypothetisch konstruiert und antizipiert. Zukünftige Märkte werden quantifiziert, der zukünftige Energiebedarf simuliert, Verkehrsströme der Zukunft modelliert und die Welt der Zukunft bis in das Jahr 2050 in Szenarien narrativ gefasst. In Foresight Prozessen und partizipativen Verfahren zu Zukunftstechnologien sind Szenarien eines der Verfahren, mit denen Zukünfte konstruiert werden, die über einzelne Technologien und Gegenstandsbereiche hinaus gesellschaftliche Narrative entwerfen. Szenarien bündeln die Hypothesen über Dynamiken, Entwicklungen, Trends einer zukünftigen Gegenwart in Form von Erzählungen. Diese Skizzen einer Welt in einem fiktiven Zeitpunkt der Zukunft schaffen damit eine Möglichkeit, abstrakte Hypothesen zu einer Gesamtschau des Lebens in der Zukunft, inklusive der materiellen Beschaffenheit von Elementen der Zukunft zu bündeln. Dabei beruhen die Methoden, Objekte und Theorien, aus denen die Zukunftsszenarien entwickelt werden, auf wissenschaftlichem Wissen, werden aber selbst erst im Kontext spezifischer gesellschaftlicher und politischer Konstellationen entwickelt. Die Bedeutung von Szenarien liegt primär darin, als transdisziplinäres Medium zu fungieren, das wissenschaftliche Erkenntnisproduktion auf verschiedenen Feldern (z.B. emerging technologies, Nachhaltigkeit, Innovationsforschung) verbindet und mit den Wissensbeständen von politischen Entscheidungsträgern (insbesondere aus der Administration) verbindet. Als partizipative Prozesse, die trotz aller Variationen bestimmte Vorgehensweisen gemeinsam haben, fungieren Szenario-Prozesse als ein Ensemble von Elementen und Verfahren der Genese von Zukunfts-Wissen. Die Produktion dieser Zukunftskonstruktionen, die eine eigene Materialität in Form von Szenario-Narrativen hervorbringt, ist in zwei verschiedenen Formen ein Feld von Forschung und Wissenschaft: Zum einen handelt sich bei der Produktion von Szenarien um ein Feld von Techniken und Technologien, die beständig weiterentwickelt werden, um Unternehmen, Ministerien und die Europäische Kommission zukunfts-bezogenes Wissen zur Verfügung zu stellen. Zum zweiten können Szenarien (und andere Formen des Zukunfts-Wissen wie Datenkurven und visuellen Artefakten) ein Forschungsfeld konstituieren, das in der Tradition der Science and Technology Studies (STS) die Praxen der Generierung von Zukunft analysiert. Beide Praxen, das 'Zukunft machen', 'futuring' sowie die Analyse eben dieser Praxen bilden ein Ensemble von theoretischen und praktischen Praxen, die in dem Beitrag als ein Experimentalsystem analysiert werden sollen
Risiko Nanotechnologie
Die Nanotechnologie-Forschungsförderung wurde in den 90er Jahren in einem exklusiven Zirkel von Vertretern aus Industrie, Technikwissenschaften und Ministerien vorbereitet. Da transdisziplinäre Wissensformen, mittels derer beispielsweise das Vorsorgeprinzip von vornherein hätte konkretisiert werden können, nicht in die Forschungsprogrammatik einbezogen waren, müssen Regularien im Nachhinein entwickelt werden. Diese Reparaturarbeiten im Nanokosmos, die insbesondere Regularien für nicht-gebundene Nanopartikel in Kosmetik und Lebensmitteln entwickeln helfen sollen, sind zwar zentral für eine 'verantwortungsvolle Entwicklung', kommen jedoch ein weiteres Mal viel zu spät. Diese Entwicklung könnte sich wiederholen: Denn in Bälde könnten qualitativ neuartige Nanotechnologien entwickelt werden. Im Wettlauf der Zukunftstechnologien wird die Staffel rasant weitergegeben, denn dem Nano-Hype folgte die Diskussion über konvergierende Technologien. Jetzt steht die Debatte über synthetische Biologie an. Nur wenn es gelingt, gesellschaftliche Kernfragen (wie beispielsweise den Umgang mit dem Klimawandel) von vornherein in die vermeintlich nur technischen Fragestellungen neuer Forschungsgebiete zu integrieren, wird eine wirksame Governance der Risiken von Zukunftstechnologien möglich. Nur dann werden sich Zukunftstechnologien auf gesellschaftliche Erfordernisse ausrichten lassen. (ICF2
Andere Zukünfte: Politik der Utopien
Famous utopias as well as the 20th century dystopias and contemporary science fiction designs are reviewed. The social background of these conceptions as well as the ideas of society and the use and meaning of technology incorporated in these utopias are discussed in favour to support a discussion about the construction of future societies
Neue Technologien - neue Gestaltungsmöglichkeiten? Politische Technikgestaltung in der Nanotechnologiepolitik
Der Beitrag beleuchtet die Ausrichtung der modernen Wissensgesellschaft am Beispiel der politischen Technikgestaltung in der Nanotechnologiepolitik. Ansatzpunkte für die Gestaltung von Innovationspfaden bieten sowohl Technikfolgenabschätzung, Leitbilder und technologiepolitische Instrumente als auch die entsprechenden Netzwerke. Die Ausführungen machen deutlich, dass bisher in der deutschen Politik (aber auch in der europäischen und US-amerikanischen Politik) primär politische Gestaltungsansätze wirksam werden, die Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit forcieren sollen. Ansätze einer Technikgestaltung in Richtung einer nachhaltigen Nanotechnologie werden nur verfolgt, insofern sie dem Ziel von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit nicht entgegenstehen. Damit sind die Grenzen der Gestaltung eng gesteckt: Gestaltung findet innerhalb des auf Wettbewerbsfähigkeit orientierten Innovationspfades in der Nanotechnologie statt. Die aktuellen Impulse einer politischen Gestaltung von Technologieentwicklung sowie einer Ausrichtung der Schlüsseltechnologie Nanotechnologie auf die Lösung gesellschaftlicher (sozialer und ökologischer) Probleme sind im Verhältnis zur dominierenden Politik bisher ausgesprochen schwach. (ICG2
Partizipation in Technikfragen – Legitime Hoffnung oder bloße Illusion? Tagungsbericht zur TA’11, der 11. Österreichischen TA-Konferenz. Wien, 20. Juni 2011
Nanotechnologiepolitik: die Antizipation potentieller Umwelt- und Technikkonflikte in der Governance der Nanotechnologie
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