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    Entwicklung eines Feedbacksystems zur Optimierung der laparoskopischen Instrumentenführung durch Integration einer automatisierten Bildklassifizierung

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    Während laparoskopischer Eingriffe kann es zu akzidentellen Verletzungen benachbarter Gewebestrukturen kommen, vor allem wenn sich das Arbeitsinstrument außerhalb des Sichtfeldes der laparoskopischen Kamera befindet. Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit war die quantitative sowie qualitative Untersuchung des Auftretens dieser als „Adverse Events“ (AE) bezeichneten Situationen während der laparoskopischen Cholezystektomie in einem realitätsnahen Trainingssetting. Des Weiteren sollte mit der Entwicklung eines Funktionsmusters die Machbarkeit eines kontextsensitiven, audiovisuellen Feedbacksystems durch Implementierung einer automatisierten binären Klassifizierung der zugrundeliegenden Bilddaten belegt werden. Das Ziel war dabei die Erkennung von AE während des Eingriffs in Echtzeit und deren Rückmeldung an das Operationsteam. Die Evaluation erfolgte im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Probandenstudie mit 24 Medizinstudierenden (je 12 in Interventions- versus Kontrollgruppe), welche jeweils vier konsekutive laparoskopische Cholezystektomien in einer standardisierten Trainingsumgebung durchführten. Der Interventionsgruppe nutzte dabei das Feedbacksystem. Primärer Endpunkt war die Inzidenz von AE. Insgesamt wurden in der Gesamtpopulation 2895 AE registriert. Die mediane Anzahl der AE pro Eingriff lag bei 20,5. Die entwickelte Anwendung zur binären Bildklassifizierung konnte davon lediglich 33,9 % korrekt zuordnen. In der vergleichenden Auswertung von Interventions- und Kontrollgruppe ergaben sich hinsichtlich des primären Endpunkts keine statistisch signifikanten Unterschiede. Es wird geschlussfolgert, dass sich mit dem entwickelten Klassifizierungs- und Feedbacksystem das Auftreten von AE nicht beeinflussen lässt. Grundsätzlich deutet jedoch die hohe Anzahl an AE in Verbindung mit den aus der Literatur bekannten, teils schwerwiegenden Folgen für die betroffenen Patientinnen und Patienten nach iatrogenen Verletzungen im Rahmen laparoskopischer Eingriffe auf den Bedarf an zusätzlichen Sicherheitskonzepten hin. Diesbezüglich sind die angestoßenen Weiterentwicklungen unter Verwendung von Technologien auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz als vielversprechend zu beurteilen

    Reducing the environmental impact of surgery on a global scale: systematic review and co-prioritization with healthcare workers in 132 countries

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    Abstract Background Healthcare cannot achieve net-zero carbon without addressing operating theatres. The aim of this study was to prioritize feasible interventions to reduce the environmental impact of operating theatres. Methods This study adopted a four-phase Delphi consensus co-prioritization methodology. In phase 1, a systematic review of published interventions and global consultation of perioperative healthcare professionals were used to longlist interventions. In phase 2, iterative thematic analysis consolidated comparable interventions into a shortlist. In phase 3, the shortlist was co-prioritized based on patient and clinician views on acceptability, feasibility, and safety. In phase 4, ranked lists of interventions were presented by their relevance to high-income countries and low–middle-income countries. Results In phase 1, 43 interventions were identified, which had low uptake in practice according to 3042 professionals globally. In phase 2, a shortlist of 15 intervention domains was generated. In phase 3, interventions were deemed acceptable for more than 90 per cent of patients except for reducing general anaesthesia (84 per cent) and re-sterilization of ‘single-use’ consumables (86 per cent). In phase 4, the top three shortlisted interventions for high-income countries were: introducing recycling; reducing use of anaesthetic gases; and appropriate clinical waste processing. In phase 4, the top three shortlisted interventions for low–middle-income countries were: introducing reusable surgical devices; reducing use of consumables; and reducing the use of general anaesthesia. Conclusion This is a step toward environmentally sustainable operating environments with actionable interventions applicable to both high– and low–middle–income countries

    Roboterassistierte Resektion einer retrorektalen Tailgut-Zyste – erstbeschreibender Videofallbericht einer 27-jährigen Patientin

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    Zusammenfassung Zielsetzung Tailgut-Zysten stellen eine seltene Form perirektaler Raumforderungen dar. Es handelt sich dabei um zystische Hamartome mit zumeist retrorektaler Manifestation und weiblicher Prädominanz. Das maligne Entartungsrisiko ist unzureichend evaluiert und wird mit etwa 2 – 10% angegeben. Unabhängig vom Malignitätsrisiko besteht die Gefahr für Komplikationen durch Infektion, Fistelbildung, Defäkationsstörungen und Dystokie, sodass die Indikation zur vollständigen Resektion gegeben ist. Indikationen Wir beschreiben den Fall einer 27-jährigen Patientin mit intermittierendem Prolabieren einer rundlichen Struktur bei Defäkation. Der MR-morphologischen und endosonografischen Abklärung folgte die histologische Sicherung mittels endoskopischer transrektaler Drainage und roboterassistierter minimalinvasiver Zystenentfernung im Verlauf. Nach Kenntnisstand der Autoren ist dieser Zugangsweg bislang nicht beschrieben in der Resektion von Tailgut-Zysten. Methode Unser Video zeigt die präoperativen Befunde einschließlich der funktionellen Diagnostik, die Durchführung der endoskopischen Histologiegewinnung sowie die Technik der roboterassistierten retrorektalen Zystenresektion. Dabei präsentierte sich intraoperativ eine Vollwandläsion der hinteren Rektumwand im Bereich der ehemaligen Punktionsstelle, die sich komplikationslos übernähen ließ. Schlussfolgerung Verschiedene Zugangswege sind für die Tailgut-Zysten-Resektion beschrieben. Die weiteste Verbreitung ist für den posterioren/sakralen Zugang dokumentiert. Weitere etablierte Techniken sind die abdominale und transrektale Resektion. Eine abdominale roboterassistierte Zystenresektion ist nicht vorbeschrieben. Aufgrund der umfangreichen Erfahrung mit der roboterassistierten minimalinvasiven Chirurgie im kleinen Becken wählten wir die hier erstbeschriebene Vorgehensweise.</jats:p

    Novel box trainer for taTME – prospective evaluation among medical students

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    AbstractBackgroundTransanal total mesorectal excision (taTME) has been subject to extensive research and increasing clinical application. It allows further reduction of trauma by accessing via a natural orifice. Manifold platforms and instruments have been introduced and heterogeneity in surgical techniques exists. Because of the technique’s complexity there is a persistent need for dedicated training devices and concepts.Materials and methodsThe key steps of taTME were analyzed and a box trainer with three modules resembling these steps was designed and manufactured. Twenty-one surgically inexperienced medical students performed five repetitions of the three tasks with the new box trainer. Time and error count were analyzed for assessment of a learning curve.ResultsA significant reduction of processing time could be demonstrated for tasks 1–3 (p &lt; 0.001; p &lt; 0.001; p = 0.001). The effect size was high for comparison of repetition 1 and 5 and decreased over the course (task 1: r = 0.88 vs. r = 0.21; task 2: r = 0.86 vs. r = 0.23; task 3: r = 0.74 vs. r = 0.44). Also, a significant reduction of errors was demonstrated for tasks 1 and 2. The decrease of effect size was analogously demonstrated.ConclusionsThe trainer might help to reduce the use of animal models for testing of platforms and instruments as well as gaining first-hand experience in transanal rectal resection.</jats:sec

    Laparoskopische Heller-Myotomie zur Therapie der Achalasie

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    Zusammenfassung Zielsetzung In der Literatur bezeichnet die Achalasie eine primär ösophageale Motilitätsstörung, die durch das Fehlen von Peristaltik und durch inkomplette oder vollständig fehlende Relaxation des unteren Ösophagussphinkters charakterisiert ist. Leitsymptom ist die Dysphagie. Das Therapieziel besteht in der chirurgischen oder interventionellen Behebung der ösophagealen Ausflussbahn auf Höhe der ösophagogastralen Übergangszone. Indikation Wir präsentieren den Fall eines 24-jährigen Patienten, der sich mit einer seit 2 Jahren bestehenden Dysphagie, begleitet von Regurgitationen, Odynophagie sowie einem unbeabsichtigten Gewichtsverlust, vorstellt. Methoden Das Video erläutert die präoperativen bildgebenden sowie endoskopischen Befunde und zeigt die Technik der laparoskopischen Heller-Myotomie mit partieller Fundoplicatio nach Dor. Schlussfolgerung Hinsichtlich der Therapie der klassischen Achalasie kann die laparoskopische Heller-Myotomie mit partieller Fundoplicatio nach Dor – trotz Kontroversen hinsichtlich der peroralen endoskopischen Myotomie als alternative Therapieoption – als etabliertes Standardverfahren angesehen werden.</jats:p
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