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    Einkommensdiversifikation landwirtschaftlicher Haushalte in Schleswig-Holstein

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    Angesichts sich Ă€ndernder agrarpolitischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gewinnen alternative Einkommensquellen in der Landwirtschaft an Bedeutung. Ziel der Arbeit ist, Fragestellungen nach dem Ausmaß, der Bedeutung und den BestimmungsgrĂŒnden der Einkommensdiversifikation landwirtschaftlicher Haushalte abseits der Urproduktion zu beantworten. DarĂŒber hinaus wird der Einfluss alternativer Einkommensquellen auf die betriebliche Entwicklung untersucht. Als Grundlage fĂŒr die empirische Modellspezifikation dienen die theoretischen AnsĂ€tze des Unternehmes-Haushalts-Modells und des Erwartungswert-Varianzansatzes. Daraus werden zahlreiche sozioökonomische, betriebliche und lokale EinflussgrĂ¶ĂŸen abgeleitet, die in der ökonometrischen Analyse als exogene Variablen BerĂŒcksichtigung finden. Als Datengrundlage dient eine PrimĂ€rerhebung unter 350 landwirtschaftlichen Haushalten in Schleswig- Holstein. Durch die Anwendung des Haushaltskonzepts anstelle einer betrieblichen Fokussierung können auch rechtlich eigenstĂ€ndige AktivitĂ€ten erfasst und deren Einkommensanteile sowie die diesbezĂŒglichen Arbeitszeitanteile ermittelt werden. In der Umfrage ĂŒberwiegen dabei Haupterwerbsbetriebe, deren BetriebsgrĂ¶ĂŸe auch fĂŒr die Gruppe der Haupterwerbsbetriebe ĂŒberdurchschnittlich ist. FĂŒr die Analyse des Einflusses von außerbetrieblicher BeschĂ€ftigung auf die betriebliche Entwicklung werden zudem Daten der amtlichen Statistik aus der LandwirtschaftszĂ€hlung 1999 und den Agrarstrukturerhebungen von 2001 bis 2005 verwendet. Die Analyse der Bedeutung alternativer Einkommensqullen abseits der landwirtschaftlichen Urproduktion zeigt, dass eine Mehrheit von ĂŒber 70% der erhobenen Haushalte Einkommen aus Quellen abseits der landwirtschaftlichen Urproduktion bezieht, wobei in diesen FĂ€llen durchschnittlich etwa 27% des Einkommens aus diesen Quellen erwirtschaftet wird. Vor allem außerbetriebliche BeschĂ€ftigung, Fremdenverkehr, Direktvermarktung, Dienstleistungen und Erzeugung erneuerbarer Energien sind dabei vorrangige Einkommensquellen neben der klassischen landwirtschaftlichen Produktion. Zur Beantwortung der Fragestellung nach bestimmenden Einflussfaktoren fĂŒr die Aufnahme und den Umfang alternativer Einkommensquellen wird sowohl eine Logit- als auch eine Tobitanalyse durchgefĂŒhrt. Der Umfang der Einkommensdiversifikation wird dabei mit einem modifizierten Gollop-Monahan-Index berĂŒcksichtigt, wobei sowohl die Anzahl, Verteilung und HeterogenitĂ€t unterschiedlicher AktivitĂ€ten in diesen Index eingehen. Die Diversifikation der landwirtschaftlichen Produktion wird ebenfalls mit dem Gollop- Monahan-Index quantifiziert und als exogene GrĂ¶ĂŸe berĂŒcksichtigt. Die Analyse zeigt, dass eine Vielzahl sozioökonomischer, betrieblicher und lokaler Faktoren bestimmend wirken. Als ausschlaggebend fĂŒr die Arbeitsmarktpartizipation zeigen sich der Eigentumsanteil landwirtschaftlicher Betriebe, die Entfernung zu grĂ¶ĂŸeren Ortschaften und die lokale Arbeitslosenrate. Dabei bestĂ€tigen die hier dargelegten Ergebnisse die Resultate vorangegangener empirischer Arbeiten zur außerbetrieblichen BeschĂ€ftigung. Im Gegensatz dazu kann bei umfassender Betrachtung aller Einkommensquellen jedoch kein Lebenszykluseffekt festgestellt werden, d. h. die Erschließung alternativer Einkommensquellen erfolgt mit zunehmendem Lebensalter oder der Dauer der Bewirtschaftung, erreicht aber kein Maximum bei einer bestimmten Altersgruppe. Eine Logitanalyse zur außerbetrieblichen BeschĂ€ftigung zeigt, dass eine zunehmende Anzahl landwirtschaftlicher Produktionsrichtungen die Partizipationswahrscheinlichkeit positiv beeinflusst, was auf weniger Arbeitsspitzen im Jahresablauf zurĂŒckzufĂŒhren ist. Steigende HeterogenitĂ€t der Erzeugung und damit verbundenes sinkendes Erlösrisiko fĂŒhrt hingegen zur einer geringeren Arbeitsmarktpartizipationswahrscheinlichkeit. FĂŒr die relativ großen Betriebe in der eigenen Erhebung zeigt sich, dass ein positiver Zusammenhang zwischen der innerlandwirtschaftlichen Diversifikation und der Erschließung alternativer Einkommensquellen besteht. Dies ist darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass die bedeutende AktivitĂ€t der Direktvermarktung mit einer großen Vielfalt der landwirtschaftlichen Erzeugung einhergeht, sodass insgesamt ein positiver Effekt ĂŒberwiegt. Die Analyse der Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe wird mittels eines bedingten Difference-in-Differences- Ansatzes unter Anwendung des Propensity-Score-Matchings durchgefĂŒhrt. Dabei wird fĂŒr die Betriebe mit außerbetrieblicher BeschĂ€ftigung nachgewiesen, dass diese verglichen mit einer relativ Ă€hnlichen Vergleichsgruppe ein signifikant höheres Wachstum der landwirtschaftlich genutzten FlĂ€che und des Gesamtstandarddeckungsbeitrages aufweisen

    Income Diversification of Farm Households: Relevance and Determinants in Germany

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    During recent years, the number of farms able to generate satisfactory income from agricultural production has continuously decreased in advanced economies. The main reasons are the implementation of the Common Agricultural Policy of 1992 and the increasing capitalization of the primary sector. The relevance of income diversification and interest in various development paths of rural households have, therefore, been renewed in political-economic debates in those countries. The aim of this study is to identify factors that determine income diversification in Germany. An econometric model has been estimated based on a comprehensive survey’s data. The results show that the main economic incentive for farm diversification is the expected income increase or resource allocation, whereas risk minimization is less relevant. Access to resources (labor, capital) is an important requirement for tapping alternative economic activities. Other significant variables include the education of the farmer as well as his experience in managing the farm. These findings are relevant for designing effective agricultural policy measures to explicitly meet the heterogeneous needs of the rural households.Income diversification, farm household, survey, Germany, Consumer/Household Economics,

    Valley lifetimes of conduction band electrons in monolayer WSe2_2

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    One of the main tasks in the investigation of 2-dimensional transition metal dichalcogenides is the determination of valley lifetimes. In this work, we combine time-resolved Kerr rotation with electrical transport measurements to explore the gate-dependent valley lifetimes of free conduction band electrons of monolayer WSe2_2. When tuning the Fermi energy into the conduction band we observe a strong decrease of the respective valley lifetimes which is consistent with both spin-orbit and electron-phonon scattering. We explain the formation of a valley polarization by the scattering of optically excited valley polarized bright trions into dark states by intervalley scattering. Furthermore, we show that the conventional time-resolved Kerr rotation measurement scheme has to be modified to account for photo-induced gate screening effects. Disregarding this adaptation can lead to erroneous conclusions drawn from gate-dependent optical measurements and can completely mask the true gate-dependent valley dynamics.Comment: 5 pages, 3 figure

    Twist angle dependent interlayer transfer of valley polarization from excitons to free charge carriers in WSe2_2/MoSe2_2 heterobilayers

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    We identify an optical excitation mechanism that transfers a valley polarization from photo-excited electron-hole pairs to free charge carriers in twisted WSe2_2/MoSe2_2 heterobilayers. For small twist angles, the valley lifetimes of the charge carriers are surprisingly short, despite the occurrence of interlayer excitons with their presumably long recombination and polarization lifetimes. For large twist angles, we measure an increase in both the valley polarization and its respective lifetime by more than two orders of magnitude. Interestingly, in such heterobilayers we observe an interlayer transfer of valley polarization from the WSe2_2 layer into the MoSe2_2 layer. This mechanism enables the creation of a photo-induced valley polarization of free charge carriers in MoSe2_2, which amplitude scales with the gate-induced charge carrier density. This is in contrast to monolayer MoSe2_2, where such a gate-tunable valley polarization cannot be achieved. By combining time-resolved Kerr rotation, photoluminesence and angle-resolved photoemission spectroscopy measurements with first principles calculations, we show that these findings can be explained by twist angle dependent interlayer scattering mechanisms involving the Q- and Γ\Gamma-valleys.Comment: 21 pages, 10 figure

    Das Ökosystemleistungskonzept in der rĂ€umlichen Planung: zehn Thesen

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    Das Konzept der Ökosystemleistungen kann helfen, Umsetzungsdefizite der rĂ€umlichen Planung zu bewĂ€ltigen und den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Natur und Landschaft zu fördern. Die vielfĂ€ltigen Erkenntnisse zur Anwendung in Deutschland wurden bisher jedoch noch nicht systematisch zusammengebracht und ausgewertet. Der vorliegende Beitrag stellt Thesen fĂŒr einen Einsatz des Konzepts der Ökosystemleistungen in der rĂ€umlichen Planung und fĂŒr eine nachhaltige Raumentwicklung vor. Die Thesen fĂŒhren den Stand des Wissens zusammen und geben Empfehlungen fĂŒr den Einsatz in der Praxis und fĂŒr weitere Forschung. Sie sind in drei thematische Bereiche gegliedert: Thesen zum generellen Nutzen des Konzepts, zu Hemmnissen und Potenzialen des Einsatzes wie der Anbindung an Planungsinstrumente sowie Thesen zu Handlungsbedarfen in Forschung und Planung. Sie sollen Wissenschaft und Praxis motivieren, das Konzept der Ökosystemleistungen in relevanten Planungskontexten einzusetzen, es fĂŒr besseren Schutz und die nachhaltige Entwicklung von Natur und Landschaft zu nutzen und somit Transformationsprozesse zu einer nachhaltigen Entwicklung zu unterstĂŒtzen

    Ökosystemleistungen in der rĂ€umlichen Planung einsetzen: Chancen und Handlungsoptionen

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    Das Konzept der Ökosystemleistungen bietet eine Möglichkeit, um Natur und Landschaft zu schĂŒtzen und nachhaltig zu nutzen. In Planungsprozessen kann es genutzt werden, um die Leistungen des Naturhaushaltes zu bewerten, mit anderen Interessen abzuwĂ€gen und transparentere Grundlagen fĂŒr Entscheidungen bereitzustellen. Wenn Ökosystemleistungen als zentrale Bestandteile in Strategien der rĂ€umlichen Planung aufgenommen wĂŒrden, könnten sie die Umsetzung und Wirkung der Planungen im Sinne des Ressourcenschutzes verbessern. Das vorliegende Positionspapier verdeutlicht anhand von zehn Thesen, wie das Konzept der Ökosystemleistungen in der rĂ€umlichen Planung genutzt werden kann. Der Arbeitskreis "Ökosystemleistungen in der rĂ€umlichen Planung" der ARL hat diese Empfehlungen erarbeitet und benennt zu den Themen "Nutzen", "Einsatzoptionen" und "Handlungsbedarfe" konkrete AnsĂ€tze fĂŒr einen besseren Schutz von Natur und Landschaft. Die Thesen sollen dazu motivieren, das Konzept der Ökosystemleistungen in der Raumplanung einzusetzen und so Transformationsprozesse zu einer nachhaltigen rĂ€umlichen Entwicklung anzustoßen.The concept of ecosystem services represents an approach to support the protection and sustainable use of nature and landscapes. In planning processes, it can be used to assess the contributions ecosystems provide to human well-being, to weigh them against other interests, and to support transparent decision-making. If ecosystem services were central in spatial planning, they could improve the protection of natural resources. This position paper presents ten propositions that illustrate how the concept of ecosystem services can be used in spatial planning. The ARL working group "Ecosystem Services in Spatial Planning" has developed these recommendations and suggests specific approaches for better protection of nature and landscape. They address three topics: Benefits, Implementation options, and Actions required. The propositions shall motivate the implementation of the ecosystem services concept in spatial planning and initiate transformative processes towards sustainable spatial development

    Income Diversification of Farm Households: Relevance and Determinants in Germany

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    During recent years, the number of farms able to generate satisfactory income from agricultural production has continuously decreased in advanced economies. The main reasons are the implementation of the Common Agricultural Policy of 1992 and the increasing capitalization of the primary sector. The relevance of income diversification and interest in various development paths of rural households have, therefore, been renewed in political-economic debates in those countries. The aim of this study is to identify factors that determine income diversification in Germany. An econometric model has been estimated based on a comprehensive survey’s data. The results show that the main economic incentive for farm diversification is the expected income increase or resource allocation, whereas risk minimization is less relevant. Access to resources (labor, capital) is an important requirement for tapping alternative economic activities. Other significant variables include the education of the farmer as well as his experience in managing the farm. These findings are relevant for designing effective agricultural policy measures to explicitly meet the heterogeneous needs of the rural households

    Monitoring von FreiflĂ€cheninanspruchnahme und -versiegelung fĂŒr eine nachhaltige Raumentwicklung in Bayern

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    Im Freistaat Bayern wird intensiv diskutiert, wie die nach wie vor hohe FreiflĂ€cheninanspruchnahme fĂŒr Siedlungs- und Verkehrszwecke reduziert werden kann. Wissenschaftliche Grundlage fĂŒr SteuerungsansĂ€tze in der Stadt- und Regionalentwicklung sollte ein verbessertes staatliches FlĂ€chenmonitoring sein, welches ĂŒber die amtliche Statistik und deren Hauptindikator "Siedlungs- und VerkehrsflĂ€che" hinaus auch die qualitative Dimension der FlĂ€cheninanspruchnahme einbezieht. DafĂŒr stellt dieser Beitrag methodische ErweiterungsansĂ€tze fĂŒr das FlĂ€chenmonitoring vor, welche kleinrĂ€umige Analysen der Zersiedelung, Freiraumstruktur, FlĂ€chenversiegelung und Ökosystemleistungen am Beispiel des Landkreises Rhön-Grabfeld aufzeigen. Diese werden im Kontext der Debatte zu Ursachen und Steuerung der FreiflĂ€cheninanspruchnahme sowie zu aktuellen Anforderungen an das FlĂ€chenmonitoring diskutiert. Betont wird deren Bedeutung fĂŒr das Monitoring rechtlicher Vorgaben und politischer Ziele zur nachhaltigen FlĂ€chennutzung.In the federal state of Bavaria, there is currently intensive discussion on how land consumption for settlement and transport purposes can be reduced in the long term. In order to provide a solid scientific basis for steering instruments in urban and regional development, the official land use monitoring should be improved by including also the qualitative and structural dimension of land consumption in addition to existing official statistics and their main indicator ‘settlement and traffic area’. For this purpose, the paper presents methodological extensions, which show small-scale analyses of urban sprawl, open space structure, soil sealing and ecosystem services using the example of the district of Rhön-Grabfeld. These methodological extensions are discussed in the context of the relevant debates on the causes and steering of land consumption as well as on current requirements for land use monitoring, emphasising their importance for the monitoring of legal guidelines and political objectives on sustainable land use

    Einkommensdiversifikation landwirtschaftlicher Haushalte in Schleswig-Holstein

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    In dem Beitrag wird am Beispiel von PrimĂ€rdaten fĂŒr landwirtschaftliche Betriebe in Schleswig-Holstein der Frage nach den BestimmungsgrĂŒnden fĂŒr Aufnahme, Umfang und Diversifikation der außerbetrieblichen Einkommensquellen nachgegangen. FĂŒr die Messung der farmspezifischen Diversifikation wurde auf das Konzept von Gollop und Monahan zurĂŒckgegriffen. Die ZusammenhĂ€nge zwischen diesem Ausmaß und anderen betrieblichen und hauswirtschaftlichen Eigenschaften wurden mittels eines ökonometrischen Modells untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Steigerung des Einkommens bzw. das Streben nach optimaler Ressourcennutzung bei den Diversifikationsentscheidungen im Vordergrund stehen. Dabei stellt die Risikominimierung ein eher nachrangiges Ziel fĂŒr die Aufnahme außerbetrieblicher AktivitĂ€ten dar. Der Zugang zu Ressourcen (Arbeit, Kapital) ist diesbezĂŒglich eine wesentliche Voraussetzung fĂŒr die Erschließung und den Umfang alternativer Einkommensquellen. Die Qualifikation des Betriebsleiters spielt eine wichtige Rolle. Mit steigendem Ausbildungsgrad erhöht sich die Diversifikationsneigung. Diese und weitere Erkenntnisse sind bei der Gestaltung von effizienten Politikmaßnahmen relevant, um die verschiedenartigen BedĂŒrfnisse der landwirtschaftlichen Haushalte zu berĂŒcksichtigen. This article investigates the degree of income diversification and identifies its determinants in a selected German Land, Schleswig-Holstein. We apply the concept of Gollop and Monahan to measure the farm’s specific diversification. To analyze the relationships between income diversification and other farm’s and household’s specific factors, an econometric model has been estimated based on a comprehensive survey data. The results show that the main economic incentive for a farm’s diversification is the expected income increase, whereas risk minimization is less important. The access to resources (labor, capital) is an important requirement for tapping alternative economic activities. The formal agricultural education of the farmer is a significant factor: The higher his education the stronger is the tendency towards diversification. These findings are relevant for the design of agricultural policy measures which aim at explicitly meeting the heterogeneous needs of rural households
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