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    WER SCHÜTZT DAS GRÜNLAND? – ANALYSEN ZUR DYNAMIK DES DAUERGRÜNLANDS UND ENTSPRECHENDER SCHUTZMECHANISMEN

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    Agrarumweltpolitik, InVeKoS-Daten, Landnutzung, GrĂŒnlandumbruch, Environmental Economics and Policy, Land Economics/Use, Resource /Energy Economics and Policy,

    Auswertung von Daten des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems zur AbschĂ€tzung der EU-Agrarreform auf Umwelt und Landschaft: Bericht fĂŒr das F+E-Vorhaben 'Naturschutzfachliche Bewertung der GAP-Effizienzsteigerung durch Nutzung bestehender DatenbestĂ€nde', gefördert durch das Bundesamt fĂŒr Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

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    Der vorliegende Arbeitsbericht entstand im Rahmen des F+E-Vorhabens 'Naturschutzfachliche Bewertung der GAP - Effizienzsteigerung durch Nutzung bestehender DatenbestĂ€nde', das durch das Bundesamt fĂŒr Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wurde. Ziel dieses Projektes war die Untersuchung flĂ€chenbezogener Auswirkungen der im Jahr 2003 beschlossenen EU-Agrarreform in Hinblick auf naturschutzrelevante Fragestellungen. Grundlage fĂŒr quantitative Analysen bildeten die Daten des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems (InVeKoS), Fachkarten zu Schutzgebieten und flĂ€chenbezogenen Zielen des Natur- und Wasserschutzes sowie standortbezogene Informationen aus vier BundeslĂ€ndern. Das Projekt diente damit auch dazu, Methoden zur Auswertung von InVeKoS-Daten in VerknĂŒpfung mit georeferenzierten Fachdaten zu entwickeln und Erfahrungen mit der Evaluierung von Maßnahmen der ersten SĂ€ule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu sammeln. Einen besonderen Schwerpunkt bei der Analyse nahm die Entwicklung der GrĂŒnlandflĂ€chen ein. Mit Hilfe der InVeKoS-Daten lassen sich rĂ€umlich hoch aufgelöste Informationen ĂŒber die Dynamik der landwirtschaftlichen FlĂ€chennutzung abbilden. Dabei zeigt sich, dass in Bezug auf GrĂŒnlandverluste neben der Umwandlung in Ackerland auch die 'De-Aktivierung' von im Jahr 2005 im InVeKoS gemeldeten GrĂŒnlandflĂ€chen eine Rolle spielt, da fĂŒr relevante FlĂ€chenumfĂ€nge in den Folgejahren keine AntrĂ€ge mehr gestellt wurden. Anhand der Daten fĂŒr 2005 und 2007 konnte fĂŒr ĂŒber 40.000 Hektar FlĂ€che eine Umwandlung von GrĂŒnland in Ackerland nachgewiesen werden, im Vergleich zu einem GrĂŒnlandflĂ€chenverlust nach Cross Compliance-Statistik von insgesamt ca. 80.000 Hektar. Die Differenz ist auf 'De-Aktivierungen' zurĂŒckzufĂŒhren. Die Umwandlung von GrĂŒnland konnt auch innerhalb ökologisch sensibler Kulissen, z. B. auf Moorböden, nachgewiesen werden. ZusĂ€tzlich wurden bestehende beihilfe- und fachrechtliche Regelungen aus Agrar- und Umweltpolitik hinsichtlich möglicher Schutzwirkungen fĂŒr GrĂŒnland betrachtet. Der Bericht schließt mit Empfehlungen insbesondere zu GrĂŒnlandschutz, zur Weiterentwicklung des Kontrollsystems fĂŒr Landschaftselemente und zur Nutzbarkeit von InVeKoS-Daten. -- This report emerged in the course of the R&D project 'Evaluation of the CAP from a nature conservation point of view - increased efficiency through use of existing data sets', which was financed by the Federal Agency for Nature Conservation (Bundesamt fĂŒr Naturschutz) with funds of the Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety. The aim of this project was to investigate area-related impacts in terms of nature conservation due to the EU agricultural reform of 2003. The basis for quantitative analyses were data of the Integrated Administration and Control System (IACS), technical maps on protected areas and area related objectives for nature and water conservation, and site-specific information from four German federal states. Thus, the project served as well for developing methodologies for the analysis of IACS-data in connection with geo referenced technical data, and for collecting experiences with the evaluation of first pillar measures of the Common Agricultural Policy (CAP). A special focus was on the development of the grassland area. IACS-data provide highly disaggregated spatial information on the dynamic of agricultural land use. Regarding loss of grassland it could be shown that besides a conversion into arable land the 'de-activation' of grassland initially IACS-registered in 2005 played a role, because relevant areas were not registered in subsequent years. On basis of data for 2005 and 2007, conversion of grassland into arable use could be detected on more than 40,000 hectare, compared to 80.000 hectare grassland loss according to cross compliance statistics. The difference is due to 'de-activation'. However, the analyses detected conversion of grassland to arable land as well in ecologically sensitive areas, e.g. on organic soils. In addition existing support payments and mandatory rules from agricultural and environmental policy were examined with respect to possible protection effects for grassland. The report concludes with recommendations, particularly regarding the protection of grassland, a further development of the control system for landscape elements, and the usability of IACS-data.Agrarreform,InVeKoS-Daten,FlĂ€chennutzung,GrĂŒnland : Naturschutz,Agricultural reform,IACS-data,land use,grassland,nature conservation

    FlÀchennutzungsanalysen als Grundlage der Klimaberichterstattung

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    Als Unterzeichnerstaat mehrerer internationaler Vereinbarungen zum Klimaschutz hat sich Deutschland verpflichtet, jĂ€hrlich nationale Emissionsinventare zu Treibhausgasen zu erstellen (Klimaberichterstattung). Im Sektor 5 „Landnutzung, LandnutzungsĂ€nderung und Forstwirtschaft (LULUCF)“ muss ĂŒber die Emissionen aus VerĂ€nderungen in den Pools Boden, ober- und unterirdische Biomasse sowie Totholz und Streu berichtet werden, infolge anthropogenen Einflusses auf die Landnutzung. Grundlage der nationalen LULUCF-Berichterstattung ist u. a. die Erstellung einer konsistenten Zeitreihe der Landnutzung und LandnutzungsĂ€nderungen in Deutschland von 1990 bis heute. Dieser lange Zeitraum lĂ€sst sich flĂ€chendeckend mit den jeweils bestmöglichen Daten nur unter Verwendung unterschiedlicher DatensĂ€tze abdecken (z. B. Corine Land Cover, Basis-DLM, CIR-Luftbilder, Satellitenbilder). Diese unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht jedoch stark (z. B. Auflösung, Inhalt). Um diese DatensĂ€tze zu einer einheitlichen rĂ€umlich und zeitlich konsistenten Landnutzungsmatrix zusammenzufĂŒhren, wurde ein auf Punktstichproben basierender Rasterpunktansatz entwickelt. Dieser wird in diesem Beitrag vorgestellt

    FlÀchennutzungsanalysen als Grundlage der Klimaberichterstattung

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    Als Unterzeichnerstaat mehrerer internationaler Vereinbarungen zum Klimaschutz hat sich Deutschland verpflichtet, jĂ€hrlich nationale Emissionsinventare zu Treibhausgasen zu erstellen (Klimaberichterstattung). Im Sektor 5 „Landnutzung, LandnutzungsĂ€nderung und Forstwirtschaft (LULUCF)“ muss ĂŒber die Emissionen aus VerĂ€nderungen in den Pools Boden, ober- und unterirdische Biomasse sowie Totholz und Streu berichtet werden, infolge anthropogenen Einflusses auf die Landnutzung. Grundlage der nationalen LULUCF-Berichterstattung ist u. a. die Erstellung einer konsistenten Zeitreihe der Landnutzung und LandnutzungsĂ€nderungen in Deutschland von 1990 bis heute. Dieser lange Zeitraum lĂ€sst sich flĂ€chendeckend mit den jeweils bestmöglichen Daten nur unter Verwendung unterschiedlicher DatensĂ€tze abdecken (z. B. Corine Land Cover, Basis-DLM, CIR-Luftbilder, Satellitenbilder). Diese unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht jedoch stark (z. B. Auflösung, Inhalt). Um diese DatensĂ€tze zu einer einheitlichen rĂ€umlich und zeitlich konsistenten Landnutzungsmatrix zusammenzufĂŒhren, wurde ein auf Punktstichproben basierender Rasterpunktansatz entwickelt. Dieser wird in diesem Beitrag vorgestellt

    FlÀchennutzungsanalysen als Grundlage der Klimaberichterstattung

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    Als Unterzeichnerstaat mehrerer internationaler Vereinbarungen zum Klimaschutz hat sich Deutschland verpflichtet, jĂ€hrlich nationale Emissionsinventare zu Treibhausgasen zu erstellen (Klimaberichterstattung). Im Sektor 5 „Landnutzung, LandnutzungsĂ€nderung und Forstwirtschaft (LULUCF)“ muss ĂŒber die Emissionen aus VerĂ€nderungen in den Pools Boden, ober- und unterirdische Biomasse sowie Totholz und Streu berichtet werden, infolge anthropogenen Einflusses auf die Landnutzung. Grundlage der nationalen LULUCF-Berichterstattung ist u. a. die Erstellung einer konsistenten Zeitreihe der Landnutzung und LandnutzungsĂ€nderungen in Deutschland von 1990 bis heute. Dieser lange Zeitraum lĂ€sst sich flĂ€chendeckend mit den jeweils bestmöglichen Daten nur unter Verwendung unterschiedlicher DatensĂ€tze abdecken (z. B. Corine Land Cover, Basis-DLM, CIR-Luftbilder, Satellitenbilder). Diese unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht jedoch stark (z. B. Auflösung, Inhalt). Um diese DatensĂ€tze zu einer einheitlichen rĂ€umlich und zeitlich konsistenten Landnutzungsmatrix zusammenzufĂŒhren, wurde ein auf Punktstichproben basierender Rasterpunktansatz entwickelt. Dieser wird in diesem Beitrag vorgestellt

    Auswertung von Daten des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems zur AbschÀtzung von Wirkungen der EU-Agrarreform auf Umwelt und Landschaft

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    Zusammenfassung : Der vorliegende Arbeitsbericht entstand im Rahmen des F+E-Vorhabens „Naturschutzfachliche Bewertung der GAP - Effizienzsteigerung durch Nutzung bestehender DatenbestĂ€nde“, das durch das Bundesamt fĂŒr Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wurde. Ziel dieses Projektes war die Untersuchung flĂ€chenbezogener Auswirkungen der im Jahr 2003 beschlossenen EU-Agrarreform in Hinblick auf naturschutzrelevante Fragestellungen. Grundlage fĂŒr quantitative Analysen bildeten die Daten des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems (InVeKoS), Fachkarten zu Schutzgebieten und flĂ€chenbezogenen Zielen des Natur- und Wasserschutzes sowie standortbezogene Informationen aus vier BundeslĂ€ndern. Das Projekt diente damit auch dazu, Methoden zur Auswertung von InVeKoS-Daten in VerknĂŒpfung mit georeferenzierten Fachdaten zu entwickeln und Erfahrungen mit der Evaluierung von Maßnahmen der ersten SĂ€ule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu sammeln. Einen besonderen Schwerpunkt bei der Analyse nahm die Entwicklung der GrĂŒnlandflĂ€chen ein. Mit Hilfe der InVeKoS-Daten lassen sich rĂ€umlich hoch aufgelöste Informationen ĂŒber die Dynamik der landwirtschaftlichen FlĂ€chennutzung abbilden. Dabei zeigt sich, dass in Bezug auf GrĂŒnlandverluste neben der Umwandlung in Ackerland auch die „De-Aktivierung“ von im Jahr 2005 im InVeKoS gemeldeten GrĂŒnlandflĂ€chen eine Rolle spielt, da fĂŒr relevante FlĂ€chenumfĂ€nge in den Folgejahren keine AntrĂ€ge mehr gestellt wurden. Anhand der Daten fĂŒr 2005 und 2007 konnte fĂŒr ĂŒber 40.000 Hektar FlĂ€che eine Umwandlung von GrĂŒnland in Ackerland nachgewiesen werden, im Vergleich zu einem GrĂŒnlandflĂ€chenverlust nach Cross Compliance-Statistik von insgesamt ca. 80.000 Hektar. Die Differenz ist auf „De-Aktivierungen“ zurĂŒckzufĂŒhren. Die Umwandlung von GrĂŒnland konnte auch innerhalb ökologisch sensibler Kulissen, z. B. auf Moorböden, nachgewiesen werden. ZusĂ€tzlich wurden bestehende beihilfe- und fachrechtliche Regelungen aus Agrar- und Umweltpolitik hinsichtlich möglicher Schutzwirkungen fĂŒr GrĂŒnland betrachtet. Der Bericht schließt mit Empfehlungen insbesondere zu GrĂŒnlandschutz, zur Weiterentwicklung des Kontrollsystems fĂŒr Landschaftselemente und zur Nutzbarkeit von InVeKoS-Daten. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Summary: This report emerged in the course of the R&D project “Evaluation of the CAP from a nature conservation point of view - increased efficiency through use of existing data sets”, which was financed by the Federal Agency for Nature Conservation (Bundesamt fĂŒr Naturschutz) with funds of the Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety. The aim of this project was to investigate area-related impacts in terms of nature conservation due to the EU agricultural reform of 2003. The basis for quantitative analyses were data of the Integrated Administration and Control System (IACS), technical maps on protected areas and area related objectives for nature and water conservation, and site-specific information from four German federal states. Thus, the project served as well for developing methodologies for the analysis of IACS-data in connection with geo referenced technical data, and for collecting experiences with the evaluation of first pillar measures of the Common Agricultural Policy (CAP). A special focus was on the development of the grassland area. IACS-data provide highly disaggregated spatial information on the dynamic of agricultural land use. Regarding loss of grassland it could be shown that besides a conversion into arable land the “de-activation” of grassland initially IACS-registered in 2005 played a role, because relevant areas were not registered in subsequent years. On basis of data for 2005 and 2007, conversion of grassland into arable use could be detected on more than 40,000 hectare, compared to 80.000 hectare grassland loss according to cross compliance statistics. The difference is due to “de-activation”. However, the analyses detected conversion of grassland to arable land as well in ecologically sensitive areas, e.g. on organic soils. In addition existing support payments and mandatory rules from agricultural and environmental policy were examined with respect to possible protection effects for grassland. The report concludes with recommendations, particularly regarding the protection of grassland, a further development of the control system for landscape elements, and the usability of IACS-data

    Ist dasDVL-Modell „GemeinwohlprĂ€mie“ als potenzielle Ökoregelung der GAP nach 2020geeignet?

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    In this scientific opinion, the authors, on behalf of the Federal Ministry of Food and Agriculture, examine whether and to what extent the model of the Public Goods Bonus developed by the German Landcare Association is suitable for implementation as Eco-Scheme within the CAP after 2020. For this purpose, we analyse the legal and administrative feasibility and the environmental effectiveness with a focus on biodiversity and climate protection. In addition, we estimate the effects on individual farm incomes and the effect on farm and regional redistribution of support payments. In principle, the approach of the public goods premium is suitable to promote the provision of public goods services via the instrument of eco-schemes and it can be implemented with some adjustments as an eco-scheme according to Art. 28 (6) a of the (COM, 2018). Compared to the options presented in the paper of the Bund-LĂ€nder Working Group on the ‘Development of the CAP' (BLAG, 2020), the Public Goods Bonusis likely to achieve a significantly higher level of environmental services for a given budget. Furthermore, the system can be dynamically developed and new public goods can be successively included. The weighting of individual measures can also be adjusted over time by adjusting their point values without changing the underlying architecture

    WER SCHÜTZT DAS GRÜNLAND? – ANALYSEN ZUR DYNAMIK DES DAUERGRÜNLANDS UND ENTSPRECHENDER SCHUTZMECHANISMEN

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    Die Umwandlung von DauergrĂŒnland in Ackerland kann je nach Standort diverse ökologische Funktionen in den Bereichen BiodiversitĂ€t sowie Klima-, Wasser und Bodenschutz beeintrĂ€chtigen. Durch Cross Compliance ist GrĂŒnlandverlust auch agrarpolitisch relevant. Das Monitoring im Rahmen von Cross Compliance auf Ebene der BundeslĂ€nder ist fĂŒr ökologische Aspekte jedoch wenig aussagkrĂ€ftig. In diesem Beitrag werden Ergebnisse aus Analysen zur Dynamik des DauergrĂŒnlands zwischen den Jahren 2005 und 2007aufgezeigt. Diese wurden am Beispiel von vier BundeslĂ€ndern mit Hilfe von Daten des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems (InVeKoS) und weiteren flĂ€chenspezifischen Fachinformationen durchgefĂŒhrt. Dabei zeigte sich, dass neben der Umwandlung in Ackerland auch die „De-Aktivierung“ von im Jahr 2005 im InVeKoS gemeldeten GrĂŒnlandflĂ€chen eine Rolle spielte, da fĂŒr relevante FlĂ€chenumfĂ€nge in den Folgejahren keine AntrĂ€ge mehr gestellt wurden. Auf ökologisch sensiblen Standorten sind zum Teil deutliche Schutzeffekte sichtbar, jedoch konnte auch in diesen Kulissen, z.B. auf Moorböden, eine Umwandlung von GrĂŒnland nachgewiesen werden. Vor diesem Hintergrund werden anschließend bestehende beihilfe- und fachrechtliche Regelungen aus Agrar- und Umweltpolitik hinsichtlich möglicher Schutzwirkungen fĂŒr GrĂŒnland betrachtet

    Auswertung von Daten des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems zur AbschÀtzung von Wirkungen der EU-Agrarreform auf Umwelt und Landschaft

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    Zusammenfassung: Der vorliegende Arbeitsbericht entstand im Rahmen des F+E-Vorhabens „Naturschutzfachliche Bewertung der GAP - Effizienzsteigerung durch Nutzung bestehender DatenbestĂ€nde“, das durch das Bundesamt fĂŒr Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wurde. Ziel dieses Projektes war die Untersuchung flĂ€chenbezogener Auswirkungen der im Jahr 2003 beschlossenen EU-Agrarreform in Hinblick auf naturschutzrelevante Fragestellungen. Grundlage fĂŒr quantitative Analysen bildeten die Daten des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems (InVeKoS), Fachkarten zu Schutzgebieten und flĂ€chenbezogenen Zielen des Natur- und Wasserschutzes sowie standortbezogene Informationen aus vier BundeslĂ€ndern. Das Projekt diente damit auch dazu, Methoden zur Auswertung von InVeKoS-Daten in VerknĂŒpfung mit georeferenzierten Fachdaten zu entwickeln und Erfahrungen mit der Evaluierung von Maßnahmen der ersten SĂ€ule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu sammeln. Einen besonderen Schwerpunkt bei der Analyse nahm die Entwicklung der GrĂŒnlandflĂ€chen ein. Mit Hilfe der InVeKoS-Daten lassen sich rĂ€umlich hoch aufgelöste Informationen ĂŒber die Dynamik der landwirtschaftlichen FlĂ€chennutzung abbilden. Dabei zeigt sich, dass in Bezug auf GrĂŒnlandverluste neben der Umwandlung in Ackerland auch die „De-Aktivierung“ von im Jahr 2005 im InVeKoS gemeldeten GrĂŒnlandflĂ€chen eine Rolle spielt, da fĂŒr relevante FlĂ€chenumfĂ€nge in den Folgejahren keine AntrĂ€ge mehr gestellt wurden. Anhand der Daten fĂŒr 2005 und 2007 konnte fĂŒr ĂŒber 40.000 Hektar FlĂ€che eine Umwandlung von GrĂŒnland in Ackerland nachgewiesen werden, im Vergleich zu einem GrĂŒnlandflĂ€chenverlust nach Cross Compliance-Statistik von insgesamt ca. 80.000 Hektar. Die Differenz ist auf „De-Aktivierungen“ zurĂŒckzufĂŒhren. Die Umwandlung von GrĂŒnland konnte auch innerhalb ökologisch sensibler Kulissen, z. B. auf Moorböden, nachgewiesen werden. ZusĂ€tzlich wurden bestehende beihilfe- und fachrechtliche Regelungen aus Agrar- und Umweltpolitik hinsichtlich möglicher Schutzwirkungen fĂŒr GrĂŒnland betrachtet. Der Bericht schließt mit Empfehlungen insbesondere zu GrĂŒnlandschutz, zur Weiterentwicklung des Kontrollsystems fĂŒr Landschaftselemente und zur Nutzbarkeit von InVeKoS-Daten. -------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------- Summary: This report emerged in the course of the R&D project “Evaluation of the CAP from a nature conservation point of view - increased efficiency through use of existing data sets”, which was financed by the Federal Agency for Nature Conservation (Bundesamt fĂŒr Naturschutz) with funds of the Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety. The aim of this project was to investigate area-related impacts in terms of nature conservation due to the EU agricultural reform of 2003. The basis for quantitative analyses were data of the Integrated Administration and Control System (IACS), technical maps on protected areas and area related objectives for nature and water conservation, and site-specific information from four German federal states. Thus, the project served as well for developing methodologies for the analysis of IACS-data in connection with geo referenced technical data, and for collecting experiences with the evaluation of first pillar measures of the Common Agricultural Policy (CAP). A special focus was on the development of the grassland area. IACS-data provide highly disaggregated spatial information on the dynamic of agricultural land use. Regarding loss of grassland it could be shown that besides a conversion into arable land the “de-activation” of grassland initially IACS-registered in 2005 played a role, because relevant areas were not registered in subsequent years. On basis of data for 2005 and 2007, conversion of grassland into arable use could be detected on more than 40,000 hectare, compared to 80.000 hectare grassland loss according to cross compliance statistics. The difference is due to “de-activation”. However, the analyses detected conversion of grassland to arable land as well in ecologically sensitive areas, e.g. on organic soils. In addition existing support payments and mandatory rules from agricultural and environmental policy were examined with respect to possible protection effects for grassland. The report concludes with recommendations, particularly regarding the protection of grassland, a further development of the control system for landscape elements, and the usability of IACS-data.Agrarreform, InVeKoS-Daten, FlĂ€chennutzung, GrĂŒnland, Naturschutz, agricultural reform, IACS-data, land use, grassland, nature conservation, Environmental Economics and Policy, Land Economics/Use, Resource /Energy Economics and Policy, Q24, Q28, Q57, Q58,
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