16 research outputs found
Object classification in images of Neoclassical furniture using Deep Learning
This short paper outlines research results on object classification in images
of Neoclassical furniture. The motivation was to provide an object recognition
framework which is able to support the alignment of furniture images with a
symbolic level model. A data-driven bottom-up research routine in the
Neoclassica research framework is the main use-case. It strives to deliver
tools for analyzing the spread of aesthetic forms which are considered as a
cultural transfer process
Sozialer Wandel und neue Hierarchien: Die schlesischen Magnaten als Teil einer Adelsgeschichte des 19. Jahrhunderts
Der vorliegende Beitrag illustriert einen spezifischen Aspekt meines Dissertationsprojekts, das unter dem Arbeitstitel »Die Magnaten. Adeliges Unternehmertum in Schlesien (1770–1918). Integration und Repräsentation einer Elite im bürgerlichen Zeitalter« steht. Er greift eine Idee Ewald Fries auf, der im »Neuaufbau sozialer und kultureller Hierarchien im legitimatorischen Anschluss an die ständische Vergangenheit« einen der Wesenszüge des langen 19. Jahrhunderts sieht, zu dessen Verständnis die historische Adelsforschung einen wesentlichen Beitrag leisten könne. Ich thematisiere diesen Neuaufbau am Verhältnis zwischen den so genannten »schlesischen Magnaten« und dem Wandel von Natur und Gesellschaft in der massiven Urbanisierung und Industrialisierung des oberschlesischen Industriegebiets. Sozialer Wandel barg hier in vielfältiger Weise das Potential für Konflikte (etwa zwischen adeligem Grundherren und Untertanen, Arbeitgebern und Arbeitern oder zwischen Nationalitäten und Konfessionen), die wiederum durch Traditionsbildung ausgehandelt und internalisiert werden konnten. Zugleich zeigt der Beitrag auch, wie adeliges Selbstverständnis in diesem Prozess bekräftigt und neu hergestellt werden konnte
Vorbild und Klassenfeind. Die USA und die DDR-Informatik in den 1960er Jahren
Sowjetisierung und Amerikanisierung der sozialistischen Staaten gelten als Gegensätze. Als die DDR in den 1960er Jahren eine technische „Auto-Amerikanisierung“ einleitete, lehnte die Sowjetunion diese jedoch keineswegs ab. Sie förderte sie vielmehr im Rahmen eines transnationalen technischen Großprojekts, des „Einheitlichen Systems der Elektronischen Rechentechnik“ (ESER). Die Übernahme westlicher Technik sollte dazu beitragen, den Westen zu „überholen“, ohne ihn zuvor „einholen“ zu müssen. Zugleich fürchtete man in Partei und Staat, dass durch den Technologietransfer auch westliches Gedankengut in die DDR einsickern könnte. Daher wurde dort, wo die Herrschaft der SED gefährdet schien, die Kontrolle schnell wieder verschärft
Informatik im Systemkonflikt – Der Technik- und Wissenschaftsdiskurs in der DDR
Wissenschaft und Technik sind in modernen, funktional differenzierten Gesellschaften wichtige Orte politischer und allgemein gesellschaftlicher Sinnstiftung geworden. Für die politischen Eliten in der DDR waren – ähnlich wie für die Bundesrepublik die Erfolge der „Wirtschaftswunder“-Jahre – die Errungenschaften in Wissenschaft und Technik ein starkes Moment der politischen Identifikation. Der Aufsatz nimmt dies zum Anlass, um sich näher mit der Stellung und den Deutungen zu befassen, die die Informatik im Laufe von 40 Jahren ostdeutscher Geschichte erfahren hat und rückt besonders auch den Systemkonflikt als prägendes Moment der Produktionsbedingungen der Diskurse in den Blick
Appropriating American Technology in the 1960s: Cold War Politics and the GDR Computer Industry
Living & Real-time Archives: Historisches Arbeiten mit datengetriebenen Verfahren in Webarchiven und mit Social Media Daten
<p>Die all-Präsenz des Internets macht web-gestützte Plattformen zu einem immer wichtiger werden Teil nicht nur unserer sozialen Wirklichkeit sondern auch der historischen Forschung. Dadurch stehen Forschende vor zwei Herausforderungen, die die digitale Geschichte von Anfang an begleitet haben: dem Paradox von (scheinbarer) Überfülle auf der einen und Knappheit, d.h. dem schnellen Quellenverlust, auf der anderen Seite (Roy Rosenzweig).</p><p>Die Aufgaben von Historikerinnen und Historikern verändern sich dadurch. Zum einen werden sie im Forschungsprozess zu Archivarinnen und Archivaren ihrer eigenen Gegenstände (oft genug ganz nahe am Ereignishorizont). Eine Aufgabe, für die sie eigentlich nicht ausgebildet worden sind. Zum anderen müssen sie dem "Bigger Data than they ever had" mit neuen Methoden zu Leibe rücken, die bislang ebenfalls selten Teil der historischen Ausbildung sind und die neue Herausforderungen für unser epistemisches Verständnis bergen. </p><p>Am Beispiel eines Event-Crawls zur Europawahl 2019 und einer Social Media Analyse von Verschwörungstheorien zum Krieg in der Ukraine, reflektiert der Impulsbeitrag diese Umbrüche für die Forschung. Zugleich fragt er danach, wie sich die Rollen zwischen Forschung und Gedächtnisinstitutionen in diesem Bereich neu konfigurieren.</p>
Neoclassica - A Multilingual Domain Ontology
Part 2: PapersInternational audienceThis paper presents an ontology created for classifying and researching material culture and its visual representations, that forms a part of an emerging data-driven research framework on Neoclassicism (ca. 1760–1860). The framework, named Neoclassica, unites a top-down approach to knowledge discovery, represented by the Neoclassica-ontology, with innovative methods and techniques for processing multimodal data corresponding with a bottom-up approach. Below we will first describe the Neoclassica framework, discussing the epistemological considerations related with it. Second, we outline the basic objectives of the ontology and explore differences to existing thesauri, as well as relationships with existing standards (CIDOC-CRM). Third, we will give an overview of the most important classes currently provided by the ontology and illustrate the features of the multilingual approach and the descriptive power already inherent to the ontology. Finally, we will give an outlook on the next steps for developing the Neoclassica framework
SemAntic: A Semantic Image Annotation Tool For The Humanities
Abstract and poster of paper 0341 presented at the Digital Humanities Conference 2019 (DH2019), Utrecht , the Netherlands 9-12 July, 2019
