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Primäres zerebelläres T-Zell-Lymphom
Zusammenfassung: Primäre T-Zell-Lymphome des zentralen Nervensystems (ZNS) sind selten. Sie müssen differenzialdiagnostisch von reaktiven Läsionen unterschieden werden. Die Diagnosestellung sollte integrativ unter Verwendung von immunhistochemischen, molekulargenetischen und/oder zytogenetischen Methoden erfolgen. Wir beschreiben den Fall eines 50-jährigen Mannes, bei welchem ein primäres zerebelläres T-Zell-Lymphom diagnostiziert und eine klonale T-Zell-Rezeptorgen-Umlagerung nachgewiesen wurde. Nach 2Zyklen Chemotherapie entwickelte der Patient eine Pneumozystis-carinii-Pneumonie und verstarb 10Wochen nach Diagnosestellung. Die Autopsie ergab keinen Residualtumor im ZN
Dermatologische Radiotherapie
Zusammenfassung: Die dermatologische Radiotherapie basiert im Wesentlichen auf den üblichen physikalischen und strahlenbiologischen Grundlagen. Bezüglich der Strahlenqualität wird sehr oft der Bereich 10-50kV eingesetzt. Als Faustregel hat sich in der Dermatologie die Gewebehalbwerttiefe eingebürgert, d.h., diese sollte der Eindringtiefe des Tumors entsprechen. Somit besteht nicht die Gefahr einer Überbestrahlung der Hauterkrankung. Innerhalb der bösartigen Hauttumoren stellen die ausgedehnte aktinische Keratose, die Lentigo maligna, das Lentigo-maligna-Melanom, das Merkel-Zell-Karzinom, das Kaposi-Sarkom sowie die kutanen T-Zell- und evtl. B-Zell-Lymphome neben Basaliomen und Spinaliomen die wichtigsten Indikationen dar. Wichtig ist auch eine lebenslange Nachkontrolle nach Bestrahlung bösartiger Hauttumoren. An dermatologischen gutartigen Erkrankungen werden v.a. chronische Ekzeme, Psoriasis und Keloide behandelt. Hier sind ebenfalls einige Grundregeln vor der Bestrahlung zu beachte
Die Heilungschancen von Lymphdrüsenkrebs verbessern : DFG fördert Forschergruppe zu T-Zell-Lymphomen mit zwei Millionen Euro
Krebserkrankungen des lymphatischen Systems verlaufen sehr unterschiedlich, sind schwer zu diagnostizieren und haben oft schlechte Prognosen. Eine Forschergruppe unter der Leitung der Goethe-Universität will nun die Entstehung »Reifer T-Zell-Lymphome« besser verstehen und damit die Heilungschancen erhöhen. Die kürzlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte Forschergruppe wird in den kommenden drei Jahren mit zwei Millionen Euro gefördert
HIV-assoziierte Malignome
Kaposi's sarcoma (KS), Non-Hodgkin's lymphma (NHL) and invasive cervical cancer are considered AIDS-defining malignancies. The incidence of Kaposi's sarcoma has recently been increased as a secondary manifestation of AIDS. The pathogenesis is not completely understood. Human herpesvirus 8 could be identified as an infectious cofactor. Therapeutic strategies should be based on prognostic factors and tailored to the patient's individual situation. Local treatments widely used are cryotherapy or radiotherapy. Systemic therapies such as interferon-alpha. or single and multiagent chemotherapy are also well established. Based on their high response rates and favorable toxicity profile, liposome-encapsulated anthracyclines may be considered first-line therapy for advanced AIDS-related KS. HIV-associated NHL may increase in frequency as HIV-infected individuals survive longer with improved antiretroviral therapy. There is no advantage for intensive as compared with standard or less intensive chemotherapeutic regimens of the CHOP type. Complete remissions can be achieved in approximately 50% of the patients, but the recurrence rate is high. The therapeutic strategy should include an optimal supportive care and antiretroviral treatment because chemotherapy significantly increases the risk of opportunistic infection. In urban populations at risk, cervical cancer is a common AIDS-related malignancy in women. Patients with cervical carcinoma usually have a more aggressive and more advanced disease. Various malignant diseases, such as Hodgkin's lymphoma, anal cancer or seminoma in patients with AIDS occur at higher frequency in HIV infection
Prognostic significance of DNA cytometry in cutaneous malignant lymphomas.
The current classification of cutaneous malignant lymphomas (ML) into low-grade and high-grade lymphomas was found to be of limited reproducibility and permitted only a rough prediction about outcome. With this in mind, the relationship between nuclear DNA content and both prognosis and histologic grading according to the Kiel classification was evaluated on Feulgen-stained imprint specimens. In all, 49 cases of malignant non-Hodgkin's lymphoma, primary of the skin or with an involvement of the skin as one of the first symptoms, were studied using a computerized high-resolution image analysis system. The 2c deviation index (2cDI), which reflects the variation of the nuclear DNA values around the normal diploid peak, was found to be the best prognostically relevant criterion. Using the 2cDI, a significant discrimination (P less than 0.001 in the U test) between low-grade and high-grade ML was achieved. The prognostic benefit of the 2cDI was well documented by a significant inverse correlation between the 2cDI and the period of time until the patients progressed at least into one higher stage or died of lymphoma (r equals -0.63, P less than 0.05). In addition, the 2cDI enabled prognosis of the course of disease. In the group with low 2cDI values (2cDI, less than 0.5), no progression of the disease was observed after 1 year. In the groups presenting with a 2cDI between 0.5 and 1.0 and higher than 1.0, a progression was found in 57% and 64% of the cases studied, respectively. In conclusion, these measurements indicate that the determination of DNA distribution patterns in imprint specimens allows a precise and objective prognostic evaluation of cutaneous ML
Therapierealität in Deutschland - Indolente Lymphome
Ungefähr die Hälfte aller Lymphomerkrankungen sind der Gruppe der indolenten Lymphome zuzuordnen. In dieser Deutschland weiten, retrospektiven, bevölkerungsbasierten Studie wurden repräsentative hämato-onkologische Behandlungszentren bezüglich ihrer diagnostischen und therapeutischen Strategien in der Behandlung indolenter Lymphome befragt um einen Überblick über die verwendenten diagnostischen und therapeutischen Verfahrensweisen und somit über die Therapierealität in Deutschland Ende 2006 zu erhalten und mit den aktuell gültigen Standards zu vergleichen.
Dabei ist es bemerkenswert, dass die Patienten in dieser Untersuchung älter und in einem schlechteren Allgemeinzustandes waren als die Patientenkollektive der großen Phase III-Studien zur Therapieoptimierung indolenter Lymphome. In diesem Zusammenhang wirft der geringe Anteil an Patienten in klinischen Studien, die Frage auf, ob ältere Patienten und Patienten mit schlechterem Allgemeinzustand und/oder Begleiterkrankungen in diesen Studien unterrepräsentiert sind und dementsprechend die Studiendaten für dieses Patientenkollektiv nicht aussagekräftig sind. Genau für diese bei den indolenten Lymphomen große Patientengruppe werden daher spezielle Studien benötigt, um eine Fehlinterpretation der momentanen Datenlage zu vermeiden.
Auffällig bei der Analyse der Daten sind die deutlich unterschiedlichen Therapiezielen in den behandelten Entitäten. Die behandelnden Ärzte scheinen im Gegensatz zur CLL nodale und Mantelzelllymphome für häufig heilbare Erkrankungen zu halten. Trotz der Tatsache, dass die meisten Patienten in fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert wurden, für die es bis auf die allogene Transplantation bis heute keine eindeutig kurative Behandlungsoption gibt, waren die behandelnden Ärzte in 35% der Behandlungsfälle der Meinung, kurativ zu therapieren.
Trotz der großen Bandbreite an unterschiedlichen Institutionen wurde die Erstlinien-Therapie in Deutschland vergleichsweise einheitlich durchgeführt. Die kombinierte Immunochemotherapie war die am meisten verwendete Therapiemodalität bei nodalen indolenten Lymphomen und Mantelzelllymphomen. Bei der CLL wurde Rituximab Ende 2006 noch zögerlich verwendet. Es wird interessant sein, ob die Daten der CLL-8 und der REACH-Studie in der Zwischenzeit zu einem Umdenken geführt haben. Gleiches gilt für die Daten der StiL-Studiengruppe zum Bendamustin, welches 2006 in der Erstlinien-Therapie nur vereinzelt angewendet wurde.
Die Ansprechraten in der Erstlinien-Behandlung lagen im Gesamtkollektiv bei 83% (nodale indolente Lymphome 97%, CLL 74%, MCL 95%) mit 43% kompletten Remissionen. Im ersten Rezidiv lag die Gesamtansprechrate immer noch bei 76%. Interessanterweise erreichten die universitären Einrichtungen die besten Therapieergebnisse sowohl in der Erstlinientherapie als auch im Rezidiv, allerdings war das Patientenkollektiv der universitären Einrichtungen tendenziell jünger und wies weniger Risikofaktoren in Hinsicht auf den FLIPI-Index auf. Da die Beteiligung an klinischen Studien in den Universitätskliniken häufiger war als an den anderen Einrichtungen, lässt sich auch hier ein Selektions-Bias erkennen, der die Forderung nach großen Therapieoptimierungsstudien speziell für das Patientenkollektiv der onkologischen Praxen, untermauert
Mundschleimhaut als Spiegel systemischer Erkrankungen
Zusammenfassung: Viele Systemerkrankungen können sich an der Mundschleimhaut als zielführender "Nebenbefund" zeigen und mitunter auf eine noch latente Grunderkrankung hinweisen. Geordnet nach Organsystemen sollen hier häufige spezifische und unspezifische und seltenere, aber besonders prägnante orale Veränderungen innerer Erkrankungen aufgezeigt werden. Die häufigsten Mundschleimhautbefunde im Rahmen der HIV-Infektion und die kennzeichnenden mukokutanen Markerläsionen verschiedener Genodermatosen werden erläuter
Lymphom der Prostata - Diagnose auf den "zweiten Stich"
Zusammenfassung: Hintergrund:: Maligne Lymphome der Prostata sind eine klinische Rarität. In der Literatur werden insgesamt etwa 165 Fälle beschrieben, in denen ein primäres Lymphom oder eine sekundäre Infiltration der Prostata durch ein Lymphom vorlag. Fallbeschreibung:: Berichtet wird der Fall eines 59-jährigen Patienten mit einer unscharf begrenzten Raumforderung im Bereich der Prostata bei normalem prostataspezifischem Antigen (PSA), einer Wirbelkörperfraktur und bilateralen Nebennierenvergrößerungen. Eine zweizeitige Prostatastanzbiopsie erbrachte die Diagnose eines diffus-großzelligen B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphoms. Weitere Staginguntersuchungen ergaben Anhaltspunkte für das Vorliegen eines epiduralen Befalls. Es wurde eine Polychemotherapie inklusive intrathekaler Applikation initiiert, unter der sich die Lymphommanifestationen bei einem ersten Zwischenstaging nach vier Zyklen deutlich zurückgebildet hatten. Nach weiteren zwei Zyklen R-CHOP zeigte ein CT zwar noch ein kleines Weichteilplus in der Prostataloge, im anschließenden PET-CT war jedoch kein vitales Lymphomgewebe mehr nachweisbar (komplette Remission). Schlussfolgerung:: Bei einer Raumforderung im Bereich der Prostata muss neben einem Prostatakarzinom als weitaus häufigste Tumorentität auch an ein solitäres Lymphom oder eine Infiltration der Prostata bei generalisiertem Lymphom gedacht werden, insbesondere bei einem normalen PS
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