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Ausbau der kommunalen Tourismus-Infrastruktur in Sachsen: Positive Effekte in Urlaubsorten mit Tradition, Chancen f\ufcr Newcomer sind begrenzt

By Albrecht Kauffmann and Martin T.W. Rosenfeld

Abstract

In vielen ostdeutschen Kommunen werden vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs alter Industrien und der noch immer hohen Arbeitslosigkeit gro\udfe Hoffnungen in die M\uf6glichkeit gesetzt, den Tourismussektor als Motor f\ufcr die lokale wirtschaftliche Entwicklung zu nutzen. Demgem\ue4\udf wurden und werden von zahlreichen ostdeutschen Kommunen Investitionen in die Tourismus-Infrastruktur durchgef\ufchrt, um die Attraktivit\ue4t der Orte f\ufcr den Fremdenverkehr zu steigern und die Besch\ue4ftigung im Gastgewerbe zu erh\uf6hen. Bund und L\ue4nder unterst\ufctzen diese kommunalen Investitionen nicht zuletzt \ufcber Zusch\ufcsse f\ufcr den Infrastrukturausbau im Rahmen der \u201eGemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur\u201c (\u201eGA-Infra-F\uf6rderung\u201c). Der Beitrag untersucht am Beispiel der GA-InfraF\uf6rderung in Sachsen die Frage, ob bislang wenig touristisch orientierte Kommunen eine Chance haben, sich mit Hilfe des Ausbaus ihrer Infrastruktur zu relevanten touristischen Destinationen zu entwickeln, oder ob die positiven Effekte von infrastrukturellen Ma\udfnahmen vor allem an den \u201eklassischen\u201c Tourismusorten anfallen. Im Theorieteil des Beitrags werden die Faktoren herausgearbeitet, die f\ufcr die erfolgreiche touristische Entwicklung einer Kommune von Bedeutung sind. Es wird gezeigt, dass hierbei Lokalisations- und Urbanisationseffekte und mithin lokale Pfadabh\ue4ngigkeiten eine gro\udfe Rolle spielen. Dies spricht daf\ufcr, dass sich die lokale Tourismuswirtschaft allein durch Investitionen in die Infrastruktur nicht positiv entwickeln kann. Diese Vermutung wird durch die empirischen Ergebnisse weitgehend best\ue4tigt, die auf einer \uf6konometrischen Sch\ue4tzung sowie erg\ue4nzenden Befragungen beruhen. Dabei erfolgt eine Differenzierung zwischen den s\ue4chsischen Kommunen gem\ue4\udf ihrer bisherigen N\ue4he zum Tourismus. Es zeigt sich auch, dass \u201eNewcomer\u201c-Kommunen nur dann eine Chance haben, wenn sie in massivem Umfang gr\uf6\udfere Infrastrukturprojekte realisiert haben. F\ufcr die F\uf6rderpolitik des Staates gegen\ufcber den Kommunen folgt daraus, die Mittel gem\ue4\udf dem Motto \u201eSt\ue4rken st\ue4rken\u201c zuk\ufcnftig noch st\ue4rker r\ue4umlich zu konzentrieren \u2013 auf die traditionellen Destinationen oder auf besonders erfolgversprechende Gro\udfprojekte

Topics: ddc:330
Publisher: Halle (Saale): Institut f\ufcr Wirtschaftsforschung Halle (IWH)
Year: 2010
OAI identifier: oai:econstor.eu:10419/143856
Provided by: EconStor

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