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'Geld sofort' - Pfandkredit als Strategie der Lebensbewaeltigung im russischen Alltag

By Heiko Schrader and Institut fuer Soziologie (Germany) Universitaet Magdeburg

Abstract

Das vorliegende Papier untersucht die Bedeutung von Pfandhaeusern fuer Haushalte mit niedrigem Einkommen in Sankt Petersburg. Datengrundlage sind mehr als 115 Interviews aus dem Jahr 1999. Der Autor stellt die These auf, dass Pfandhaeuser eine wichtige Institution fuer die Lebensstrategie von Haushalten mit niedrigem Einkommen darstellen, da sie dazu beitragen, dass diese unter schwierigen Umstaenden ueberleben koennen. Die Forschung basierte auf folgenden Schwerpunkten und Methoden: (1) der Rekonstruktion der Geschichte russischer Pfandhaeuser von der vorrevolutionaeren Zeit bis zur Gegenwart anhand von Sekundaermaterial; (2) der Beschreibung des gegenwaertigen Pfandhausgeschaeftes in St. Petersburg auf der Basis von Sekundaermaterial und eigenen Informationen und Beobachtungen; (3) einem Fragebogen, der Kunden von Pfandhaeusern vorgelegt und von den Interviewern selbst ausgefuellt wurde; (4) fuenf vorstrukturierten Tiefeninterviews mit Kunden von Pfandhaeusern, die bereits waehrend der Sowjetzeit einschlaegige Pfandhauserfahrungen hatten, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur Gegenwart herauszuarbeiten und insbesondere Einstellungen und Vorurteile gegenueber Pfandhaeusern aufzuzeigen; (5) drei offenen, vorstrukturierten Interviews mit Direktoren/Vorsitzenden von Pfandhaeusern ueber die Zielgruppe, das Pfandgeschaeft, die Marktsituation und rechtliche Bedingungen; (6) der Institutionenanalyse eines nach der Perestroika etablierten und besonders erfolgreichen privaten Pfandhausunternehmens und der Biographie seines Vorstands; (7) einem Interview mit dem Vorstand der Russischen Pfandhausvereinigung, die die Interessen ihrer Mitglieder gegenueber der Politik vertritt und eine abgestimmte Handlungsstrategie im Markt verfolgt. Zunaechst wird definiert, was unter Haushalt verstanden wird und ab wann ein Haushalt mit niedrigem Einkommen beginnt - hierfuer wird ein Armutsindex entworfen. Danach untersucht der Autor die unterschiedlichen Einkommensquellen und Ueberlebensstrategien. Es wird deutlich, dass ein Haushalt gemeinsame Ueberlebensstrategien entwickelt, die von allen Mitgliedern getragen werden. Die Untersuchung bestaetigt die These des Autors, so dass sich daraus fuer die Armutsbekaempfung weitreichende Konsequenzen ergeben. (ICD)Available from <a href=http://www.uni-magdeburg.de/isoz/publ/arb20/5int.pdf target=NewWindow>http://www.uni-magdeburg.de/isoz/publ/arb20/5int.pdf</a> / FIZ - Fachinformationszzentrum Karlsruhe / TIB - Technische InformationsbibliothekSIGLEDEGerman

Topics: 05D - Economics, economic theory, 05R - Sociology, social studies, welfare studies, social services, RUSSIA, POVERTY, CREDIT, PRIVATE HOUSEHOLD, CREDIT INSTITUTION, INCOME, LOW INCOME, LOAN, BARTER, USSR SUCCESSOR STATE, POST-SOCIALIST COUNTRY
Year: 2000
OAI identifier:
Provided by: OpenGrey Repository
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