Abstract

Der Verfasser arbeitet die Problematik der Nachkriegsprozesse in Form einer Fallstudie auf. In einem ersten Teil setzt er sich jedoch zunaechst auf allgemeiner Ebene mit der juristischen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in den westlichen Besatzungszonen auseinander (Nuernberger Prozesse, bundesdeutsche Rechtsprechung). Im zweiten Teil stehen NS-Verbrechen im Vordergrund, die in Duesseldorf begangen wurden. Hier geht es zum einen um Verfahren gegen Funktionaere wie Florian, Overhues und Brouwers vor den Spruchgerichten der Britischen Zone, zum anderen gegen unmittelbare 'Vollstrecker' von Unrechtshandlungen (SA-Terror, Pogrome, Deportationen, Todesurteile). Der dritte Teil der Untersuchung behandelt Prozesse, die zwar in Duesseldorf gefuehrt wurden, aber an anderen Orten begangene Verbrechen (Treblinka, Majdanek, UdSSR) zum Gegenstand hatten. Der Verfasser betont abschliessend, dass die Duesseldorfer Prozesse - wie die in anderen Staedten auch - mit ihrer Orientierung auf den zweifelsfreien Nachweis individueller Schuld und der Unterscheidung von Taeterschaft und Beihilfe dem Ausmass der nationalsozialistischen Verbrechen kaum gerecht werden konnten. Ein dokumentarischer Anhang ist beigefuegt. (ICE)Available from UuStB Koeln(38)-20020106644 / FIZ - Fachinformationszzentrum Karlsruhe / TIB - Technische InformationsbibliothekSIGLEDEGerman

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Last time updated on 14/06/2016

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