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Ein Fall von Zahnanomalie beim Pferde

By Jan van der Veen

Abstract

"Die Ergebnisse, welche die Untersuchung der Odon-\ud tome ergab resumiere ich kurz wie folgt:\ud Es kamen vor:\ud 1. Peripheres Zement.\ud 2. Peripheres Email, in dem starke und unregel-\ud massige Faltenbildung bestand.\ud 3. Durch Einstülpung entstandener zentraler\ud Schmelz.4. Zentralzement, das diese Einstülpung erfüllt hat.\ud 5. Das Dentin war um mehrere Höhlen gelagert,\ud dezentralisiert, und also aus einer verastelten Pulpa ent-\ud standen.\ud 6. Peripheres Dentin durch abnormale Biegungen\ud entstanden. .\ud 7. Emaildurchbruch.\ud Es geht meiner Meinung nach aus den ersten fünf\ud Tatsachen deutlich hervor, dass die Odontome auf der\ud Grundlage normaler Backzahne gebildet sind.\ud Die Verhaltnisse im Zement, Email und Dentin\ud sind darin wie obén angegeben. Das Email und das\ud Zement der sog. Halbmonde, welche auf Querschliff\ud in den Backzahnen des Oberkiefers zu sehen sind, lassen\ud das Prinzip vom zentralen Email und Zement deutlich\ud erkennen. Die Faltenbildung im peripheren und zen-\ud tralen Email ist eine bekannte Sache. Die geteute Pulpa\ud in den Backzahnen des Oberkiefers ist charakteristisch.\ud Zu jedem Dentinpfeiler gehort eine Papille der Pulpa.\ud Die Bildung des peripheren Dentin geht in den\ud Backzahnen der Wurzelbildung voran. Solange der obere\ud Backzahn noch offen ist und ein Lagenwachstum\ud noch stattfindet, kann man die Dentinpartien an den\ud Stellen, wo die Papillen verbünden sind, als peripher\ud betrachten.\ud Der Vorgang eines Emaildurchbruchs scheint se-\ud kundar zu sein und entfernt sich vor dem Entwicke-\ud lungstypus eines normalen Backzahns.\ud Es sei mir vergönnt, noch Folgendes hervorzuhe-\ud ben. Oben habe ich schon wiederholt darauf hingewie-\ud sen, dass ich in der Emailverschmalerung den Anfang\ud dés Durchbruchs erblicke. Fig. 10 spricht meiner Mei-\ud nung nach sehr dafür.Die Verschmakrung Hes Emails besteht ohne Zwei-\ud fel an den normalen oberen Backzahnen. Ich habe das\ud an einen Querschliff eines M' gesehen. Schon makro-\ud skopisch sieht man, dass das zentrale Email, schmaler\ud als das periphere ist.\ud Wenn man unter dem Mikroskop die kleinen Fal-\ud ten der einander zugekehrten Teile der Halbmonde be-\ud trachtet, sieht man wie das Email an einigen Stellen\ud schmaler wird. Durchbruch habe ich nicht nachweisen\ud können.\ud Dass sich die Odontome prinzipiell wie die Back-\ud zahne des Oberkiefers bilden, unterliegt meiner Ansicht\ud nach keinem Zweifel. Es sind aber' quantitative Abwei-\ud chungen in dem Bildungsprozes aufgetreten.\ud Für Faltenbildung im Email und die Entwicke-\ud lung des zentralen Emails und Zements war dies sehr\ud deutlich. (Siehe Odontom 7 u. i. Auch in 2, 4 und 5a).\ud Wie es mit der Anzahl der betref f enden Dentinsys-\ud teme war, konnte nicht genau für jedes Zahngebilde\ud nachgewiesen werden. Eine Tatsache war, dass die Pulpa\ud vielfach geteilt war. Odontom 7, 1 und 4 zeigte dieses\ud deutlich.\ud Die quantitative Abweichung war positiv. Mit der\ud numerischen Zunahme ging aber eine Abnahme an Um-\ud fang der Prozesse Hand in Hand. Besonders war dies\ud mit der zentralen Email und Zementbildung der Fall,\ud die bisweilen nur mikroskopisch nachgewiesen werden\ud konnte. Dasselbe gilt für die Verastelung der Pulpa. Die\ud Pulpahöhlen waren zuweilen so klein, dass sie nur mi-\ud kroskopisch sichtbar waren.\ud Aussergewöhnlich gross ist keines von den Zahn-\ud produkten geworden. Alle diese Zahngebilde waren viel\ud kleiner als ein _gewöhnlicher Pferdebackzahn. Einigewaren selbst verhaltnismassig sehr klein (Odontom 7,\ud 5a und 13).\ud Von hypertrophischen oder hyperplastischen Prozes-\ud sen kann kaum die Rede sein.\ud Wahrscheinlich hatten die angelegten Keime sich\ud zu normalen Backzahnen entwickeln können, denn die\ud Bildungsvorgange waren prinzipiell ja dieselben. Viel-\ud leicht hat der beschrankte Raum bei der Entwickelung\ud viele der pathologischen Verhaltnisse hervorgerufen.\ud Wie dem auch sei, aus Obigem geht hervor, dass die\ud ab nor men Zustan de in der embryonalen\ud Peiiode der Zahnbildung entstanden sind und ich\ud muss also die gef undenen Odontome als wahre\ud teratologis c h e Produkte betrachten.\ud Bei einigen der Kegelzahne war auch einige Abwei-\ud chung in teratologischen Sinne wahrzunehmen, wie aus\ud den Faltungen und Einstülpungen hervorgeht. Die an'de-\ud ren Keg< lzahne und den Eckzahn vor der Periode der\ud Wurzelbildung kann man aber als gleichwertig be-\ud trachten.

Topics: Diergeneeskunde, Diergeneeskunde. Paard, Veterinary Medicine, horse, Diergeneeskunde
Publisher: [s.n.]
Year: 1908
OAI identifier: oai:dspace.library.uu.nl:1874/33344
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