Giacinto Scelsi oder Die Innenansichten des Klangs

Abstract

Manfred Reicherts diesjährige »Musik auf dem 49.« trägt den Titel »Giacinto Scelsi oder Die Innenansichten des Klangs«. Sie ist dem 1988 gestorbenen italienischen Komponisten Giacinto Scelsi gewidmet, über den die Urteile nach wie vor weit auseinandergehen: Während ihn die einen als Dilettanten beschimpfen, halten ihn die anderen für einen herausragenden Komponisten des 20. Jahrhunderts. Die Streichquartette von Scelsi, eine zentrale Gattung in seinem Oeuvre, stehen im Mittelpunkt des Programms. Dazu treten Klavierstücke von Stockhausen, Schönberg, Brahms, Beethoven, Mozart und Bach, welche die Musik Scelsis in ihrer Einzigartigkeit besonders deutlich erscheinen lassen. Eingewoben in das musikalische Programm sind Texte des großen belgischen Dichters und langjährigen Scelsi-Freundes Henri Michaux. Musik und Wort werden durch den Film Casa Scelsi ergänzt. Der holländische Regisseur Fred van der Kooij weicht darin vom üblichen Komponistenporträt ab und nimmt die Legenden beim Wort, die nicht zuletzt Scelsi selbst um Person und Werk gesponnen hat

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