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Philosophie des Kampfes

By Robert Hammer

Abstract

Bei der »Philosophie des Kampfes« handelt es sich um eine philosophische Arbeit, welche das Ziel verfolgt, die Entwicklungs- und Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen, welche in einer Synthese von Philosophie und Meditation (Meditationsphilosophie) liegen. \ud Es wird die These vertreten, daß in unserem Kulturkreis nur die Philosophie in der Lage ist, das volle Potential einer meditativen Praxis auszuschöpfen und die alten meditativen Traditionen auf wissenschaftlicher Basis weiterzuentwickeln.\ud \ud Das Buch richtet sich an alle Menschen, welche einen Sinn in ihrem Leben suchen, im besonderen aber an die Philosophen.\ud \ud In einem kurzen, historischen Abriß wird die Entwicklung der europäischen Tradition des Zweikampfes dargestellt, beginnend mit dem altgriechischen Agon über das mittelalterliche Turnier bis zu den Duellen, wobei Priorität nicht auf Historizität und Faktizität gelegt wird, sondern auf die geistigen Aspekte. \ud Zum Vergleich wird die chinesische Kampfkunsttradition dargestellt, Bezüge zum japanischen Kendo ("Weg des Schwertes") anhand der Person Musashis, eines berühmten, japanischen Schwertkämpfers, hergestellt und die Unterschiede zwischen der europäischen und der asiatischen Kampftradition aufgezeigt. \ud In den asiatischen Kampfkunsttraditionen hat Meditation einen hohen Stellenwert zur Steigerung der Kampfeffizienz, während andererseits in der europäischen Tradition der Philosophie die Kampfthematik einen hohen Stellenwert hat, welche im 6. vorchristlichen Jahrhundert beginnt und bis in das 20. Jahrhundert reicht. Verglichen werden Gemeinsamkeiten der chinesischen Kampfkunsttradition mit dem philosophischen Denken der europäischen Tradition, sowie geistige Parallelen von Meditation und Philosophie.\ud Kritisch untersucht werden Gefahren und Nutzen meditativer Techniken, die meditativen Traditionen Asiens, sowie die empirische (moderne) Meditationsforschung. \ud \ud Die Frage nach dem Wesen des Menschseins, dem Wesen von Humanität, wird aufgeworfen; Bezüge des Menschenbildes der altchinesischen Kampfkunstmeister und unserem modernen, philosophischen Begriff des Menschen werden anhand der Philosophie Nietzsches, der Existenzphilosophie Heideggers und Jaspers", sowie dem kontemporären Personenbegriff hergestellt. \ud Gestellt wird die Frage nach dem Sinn des Lebens (in der Diktion Heideggers: die Frage nach dem Sinn von Sein). \ud Versucht wird eine begriffliche Definition eines gelungenen, erfolgreichen Lebens, und Meditationsphilosophie wird als eine ausgezeichnete Möglichkeit, dieses zu erreichen, dargestellt.\ud Als Ziel der menschlichen Entwicklung wird der Homo moralis postuliert, wobei unter »Moral« die philosophische Differenzierung von Gut und Böse zu verstehen ist. In moralphilosophischen Reflexionen werden sozial- und religionskritische Erörterungen in Hinblick auf die Moral in Verbindung mit der Kampfthematik durchgeführt und es wird aufgezeigt, daß das Ethos der alten, chinesischen Kampfkunstmeister auch heute noch höchst relevant ist und als Grundlegung von Moral Gültigkeit haben kann.\ud \ud Die Arbeit ist in einer Sprache abgefaßt, welche nicht nur den Philosophen, sondern allen Gebildeten und philosophisch Interessierten einen Zugang ermöglichen soll. Nichtsdestoweniger war es doch notwendig, gewisse philosophische Grundkenntnisse vorauszusetzen, da ansonst der Umfang der Arbeit unnötig ausgeufert wäre. \ud Als Grundlage wurde jedoch Literatur (mit dem entsprechenden, exakten Quellennachweis nach wissenschaftlichen Kriterien) verwendet, welche Interessierten ein weiterführendes Studium ermöglicht. \ud \ud Geschrieben ist die Arbeit in der alten Rechtschreibung, weil hier Differenzierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, welche in der neuen nicht mehr vorhanden sind.\u

Topics: Anthropologie
Publisher: unpublished
Year: 2005
OAI identifier: oai:sammelpunkt.philo.at:2269

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