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Successfully releasing jackdaws, Corvus monedula: spatial dispersion and the fusion of social groups

By Johanna Wagner, Georgine Szipl and Christine Schwab

Abstract

In der vorliegenden Studie untersuchten wir eine Auswilderung\ud von in einer Voliere gehaltenen Dohlen (Corvus monedula),\ud die in einer erfolgreichen Etablierung einer Wildkolonie\ud mündete. Die Auswilderung erfolgte in zwei Stufen in\ud den Jahren 2007 und 2009. Im ersten Projektjahr lag der\ud Fokus unserer Untersuchung auf der räumlichen Ausbreitung\ud der ausgewilderten Individuen, die zunächst nur allmählich,\ud dann jedoch fast sprunghaft erfolgte. Mit der\ud räumlichen Ausbreitung der Individuen auf andere als die\ud in unmittelbarer Nähe zur Voliere gelegenen Bereiche war\ud auch eine veränderte funktionelle Nutzung des Raumes\ud verbunden, in der vor allem das Zentrum der Aktivitäten\ud der Vögel verlagert wurde. Das zweite Projektjahr war der\ud Untersuchung gewidmet, wie sich eine neuerlich ausgewilderte\ud Dohlengruppe mit der bereits bestehenden Wildkolonie\ud zu einer sozialen Gruppe zusammenschließen würde. In\ud diesem Prozess benutzten die beiden Kolonien unterschiedliche\ud Strategien der Annäherung. Während Individuen der\ud Wildkolonie mit den hinzugekommenen Individuen häufiger\ud in aggressiver Weise Kontakt aufnahmen, zeigten umgekehrt\ud die neu ausgewilderten Individuen gegenüber Individuen\ud der Wildkolonie vor allem soziopositives Verhalten.\ud Obwohl die beiden Kolonien nach nur rund zwei Wochen\ud räumlich als eine Kolonie betrachtet werden durften, zeigen\ud unsere Ergebnisse, dass der soziale Zusammenschluss erst\ud nach etwa zwei Monaten erreicht war. Unsere Studie zeigt\ud auch Kontextfaktoren bzw. Faktoren der Biologie von Dohlen\ud auf, die für eine erfolgreiche Auswilderung von besonderer\ud Bedeutung sind: das visuelle Kennenlernen der neuen\ud Umgebung, die Dynamik von Dohlenkolonien als offene\ud Gruppen, in denen Abwanderungen und Neuzugänge ein\ud häufiges Phänomen sind und für Auswilderungszwecke\ud genutzt werden können und die Wichtigkeit einer etablierten\ud Dominanzhierarchie in der dominante Individuen Führungsrollen\ud übernehmen und Artgenossen diesen folgen\ud können.The focus of the present study was a release project on jackdaws (Corvus monedula) which was carried out in two steps in 2007\ud and 2009. In 2007 we focused on the spatial dispersion of individuals which started gradually but then turned into a stepwise\ud increase. A change in the functional use of space was associated with the birds’ spatial dispersion into areas other than those\ud immediately surrounding the aviary in which especially the centre of the birds’ activities was relocated. 2009 focused on the\ud analysis of the process how a newly released group of jackdaws and the already existing wild colony of birds would unite into\ud a single social group. In this process both colonies used different strategies: in contrast to the individuals of the wild colony\ud that mainly approached the newly released individuals in an aggressive manner, the latter initiated more sociopositive interactions\ud towards the former. Although after two weeks the two colonies could be considered as one when referring to their spatial\ud cohesiveness, our results show that their social cohesiveness was achieved only after about two months. Furthermore, our study\ud indicates which factors of the context and the biology of jackdaws, respectively, may be especially important for a successful\ud release in these birds: visual acquaintance with the new environment, social dynamics of jackdaw colonies that represent free\ud entry groups in which emigration and immigration are frequent phenomena and can be used for releasing purposes, and the\ud importance of an established dominance hierarchy due to which dominant individuals can take the lead while subdominant\ud conspecifics may follow them

Topics: ddc:590, ddc:598
Year: 2012
OAI identifier: oai:publikationen.ub.uni-frankfurt.de:27604

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