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Autonomieentwicklung und familiale Konfliktgespräche im Längsschnitt

By Brigitte Hick

Abstract

In dieser Arbeit werden vor dem Hintergrund der Individuationstheorie die Fragen geprüft, wie Jugendliche ihr Autonomiestreben in Gesprächen über alltägliche familiäre Konflikte gegenüber ihren Eltern äußern, ob und wie Eltern sich auf diese Autonomieansprüche einstellen und ihr kontrollierendes Gesprächsverhalten gegenüber ihren Jugendlichen lockern, und ob sich in der Folge die verbale Interaktion zwischen ihnen symmetrischer gestaltet. 29 Familien mit jugendlichen Kindern, die zum ersten Messzeitpunkt 15 Jahre alt waren, wurden dreimal im Abstand von je einem Jahr aufgesucht. Es wurden jeweils Selbstauskünfte der Jugendlichen über ihre Abgrenzung und Verbundenheit gegenüber den Eltern erhoben und Konfliktgespräche zwischen Vater, Mutter und Jugendlichen evoziert. Für die Auswertung der Gesprächsdaten wurde ein Kategoriensystem angewendet, welches darauf abzielt, die Beziehungsmerkmale Autonomie, Verbundenheit und Kontrolle von Eltern und Jugendlichen in Konfliktgesprächen zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen eine determinierende Wirkung jugendlicher Autonomiewünsche auf die Veränderung ihres eigenen und des Gesprächsverhaltens der Eltern. Außerdem wurden elterliche Gesprächsdirektiven als Bedingung für die Veränderung jugendlichen Autonomiestrebens ermittelt. Ansatzweise zeigt sich eine Veränderung der Gesprächsbeiträge von Eltern und Jugendlichen hin zu mehr Symmetrie

Topics: 370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Publisher: Universität Mannheim
Year: 1999
OAI identifier: oai:ub-madoc.bib.uni-mannheim.de:35

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