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Untersuchungen zur Diversität arbuskulärer Mykorrhiza-Pilze einer ausgewählten Binnenland-Salzstelle

By Petra Wilde

Abstract

Salzmarschen sind durch das Auftreten charakteristischer Pflanzengemeinschaften und eine typische Zonierung der Halophyten in Abhaengigkeit von der Bodensalzkonzentration gekennzeichnet. In der vorliegenden Arbeit wurde die Diversitaet der arbuskulaeren Mykorrhiza (AM)-Pilze (Glomeromycota) innerhalb der Wurzeln von Aster tripolium, Puccinellia distans und Salicornia europaea an einer deutschen Binnenland-Salzstelle (ehemaliges Kaliabbaugebiet bei Schreyahn, Hannoversches Wendland) untersucht. Die drei ausgewaehlten Pflanzenspezies repraesentieren unterschiedliche Zonen des Bodensalzgradienten. Aus Wurzeln mykorrhizierter Pflanzen wurde die genomische Gesamt-DNA isoliert. Die AM-Pilz-DNA wurde spezifisch mittels PCR im Bereich der ITS-Region (ITS1-5,8S rDNA-ITS2) und eines Fragmentes der 18S rDNA-Region amplifiziert. Von beiden Regionen wurden Klonbibliotheken fuer die mykorrhizierten Pflanzenspezies und zwei Probenentnahmezeitpunkte (September 2002 und Juni 2003) erstellt und phylogenetisch ausgewertet. Die phylogenetische Analyse ergab sowohl fuer das Fragment der 18S rDNA als auch fuer die ITS-Region eine geringere Diversitaet der AM-Pilze innerhalb der Wurzeln im Vergleich zur Diversitaet der morphologisch charakterisierten AM-Sporen im Boden. Der groesste Anteil der AM-Pilzsequenzen, die aus den untersuchten Halophytenwurzeln erhalten wurden, stand in naher Verwandtschaft zu Glomus intraradices (Glomeraceae). Sporen von G. intraradices konnten jedoch nicht im Boden nachgewiesen werden. Vorherigen Untersuchungen zufolge traten Sporen des AM-Pilz Glomus geosporum dominant im Boden zentraleuropaeischer Salzmarschen auf. Auch im Boden von Schreyahn waren in grosser Anzahl Sporen vorhanden, die morphologische Merkmale von G. geosporum aufwiesen. Allerdings waren diese in der Mehrzahl deutlich kleiner als bisher fuer G. geosporum beschrieben. Aus den Klonbibliotheken beider Regionen liess sich ableiten, dass G. geosporum innerhalb der untersuchten Pflanzenwurzeln nicht der Hauptbesiedler war. Desweiteren wurden Sequenzen aus Wurzeln erhalten, die sich bislang nicht kultivierten AM-Pilzen zuordnen liessen. Morphologische Strukturen, wie z. B. Sporen, die eine naehere Identifizierung dieser bisher unkultivierten AM-Pilze ermoeglichen koennten, lagen nicht vor. Eine Zuordnung von AM-Pilzsequenzen aus Wurzeln in die Verwandtschaft der Archaeosporaceae trat nur bei der Untersuchung der ITS-Region auf

Topics: Life sciences
Year: 2007
OAI identifier: oai:USBKOELN.ub.uni-koeln.de:2343

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