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Gehörlos online

By Elisabeth Maria Luckabauer

Abstract

Etwa 200 000 O ̈sterreicher leiden unter einer dauerhaften Ho ̈rbeeintra ̈chti- gung, circa 8000 sind vo ̈llig geho ̈rlos. Fu ̈r diese Personen ist das Internet eine wichtige Informations- und Kommunikationsquelle, da sie von Medien wie dem Radio oder Fernsehen fast vollkommen ausgeschlossen sind. Die Wahr- nehmung des Mediums Internet erfolgt allerdings auf eine andere Art und Weise: sie ist wesentlich visueller ausgerichtet.\ud Die vorliegende Arbeit setzt sich damit auseinander, inwieweit das Web 2.0 fu ̈r ho ̈rgescha ̈digte Personen nutzbar ist, welche Barrieren auftreten, und in- wieweit und mit welchen Mitteln die Darstellung fu ̈r diese Zielgruppe vi- sualisiert wird. Dabei stellt sich die Frage der Exklusivita ̈t des Internets fu ̈r bestimmte Nutzergruppen. Aufgrund der Barrieren, die sich fu ̈r manche User auftun, sind bestimmte Webseiten nur bedingt zuga ̈nglich und somit nur ex- klusiv verfu ̈gbar. Dass dieses Pha ̈nomen jedoch von mehreren Seiten zu be- trachten ist, zeigt schon der Blick der vorliegenden Arbeit auf die fu ̈r geho ̈r- lose Konsumenten bestimmten Webseiten. Im exklusiven Medium Internet agieren geho ̈rlose Personen nicht nur als Konsumenten, sondern gleichzeitig auch als Produzenten, auch sie erstellen selbst Content fu ̈r andere User und werden somit zu Prosumern, die allerdings selbst oft nicht auf Barrierefrei- heit achten. Weiters wird untersucht, inwieweit fu ̈r den geho ̈rlosen User das Hochgefu ̈hl beim Surfen, der sogenannten Flow, bei dem der User Zeit und Umwelt vergisst, trotz der auftretenden Barrieren mo ̈glich ist. Flow wird in diesem Fall durch die visuelle Aufbereitung der Webseiten ermo ̈glicht, indem beispielsweise Geba ̈rdensprachenvideos vorhanden sind, oder Videos mit Un- tertitel versehen sind.\ud Diese Aspekte werden in der vorliegenden Arbeit anhand des Expertenin- terviews mit Jo Spelbrink und anhand einer Webseitenanalyse untersucht. Dadurch soll die Arbeit ein umfassendes Bild schaffen, wie das Internet ge- nutzt und erlebt wird, wenn ein Sinn wegfa ̈llt: der Gehörsinn

Topics: 05.38 Neue elektronische Medien, 02.20 Wissenschaftsinformation, Online / Gehörlos / Gebärdensprache / Barrierefreiheit / Barriere / Accessibility / Usability / Flow / Prosumer / Webdesign / Interface
Year: 2012
OAI identifier: oai:othes.univie.ac.at:20296
Provided by: OTHES

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