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Netzwerkressourcen und Wiedereinstieg

By Daniela Kozam

Abstract

Diese Diplomarbeit trägt den Titel „Netzwerkressourcen und Wiedereinstieg – Wie soziale Netzwerke die frühe Rückkehr von Müttern in das Erwerbsleben beeinflus-sen“. Der Verlust an Humankapital als Folge längerer Erwerbsunterbrechungen im Zuge der Elternkarenz wird darin als zentrale Problemlage der geschlechtshierarchischen Arbeitsteilung betrachtet. Es wird die These vertreten, dass nur ein relativ rascher Wiedereinstieg ins Berufsleben Frauen ermöglicht, mit ihren männlichen Mitstreitern am Arbeitsmarkt konkurrieren zu können. In dieser Diplomarbeit wird der Einfluss des ego-zentrierten Netzwerks auf die frühzeitige Rückkehr an den Arbeitsplatz betrachtet. Netzwerkressourcen werden so auf ihr Potential hinsichtlich der Annäherung der Geschlechterrollen überprüft.\ud \ud Ziel war es herauszufinden, welche Bedeutung Eltern, Geschwistern und anderen Verwandten innerhalb des Netzwerks der Mutter zukommt. Außerdem wurde die Rolle beleuchtet, die FreundInnen und andere nichtverwandtschaftliche Beziehungen im sozialen Netz einnehmen. Untersucht wurde konkret der Einfluss der Mitglieder des sozialen Netzwerks bzw. der Einfluss der Gesamtstruktur des Netzwerkes auf die Entscheidung für eine frühere als die im Rahmen der Elternkarenz mögliche Rückkehr an den Arbeitsplatz sowie auf die Umsetzung eines positiven Konzeptes zur Vereinbarung der beiden Lebensbereiche Beruf und Familie.\ud \ud Methodisch wurde das Thema durch Triangulation qualitativer und quantitativer Verfahren der Netzwerkanalyse aufgearbeitet. Es wurde anhand des Fallbeispiels einer Mutter veranschaulicht, die einen frühen Wiedereinstieg und eine aktive Doppelorientierung als Lebensmodell verwirklichen konnte. Um die Strukturmerkmale und Unterstützungsleistungen des Netzwerks vollständig erfassen zu können, wurde eine Kombination aus qualitativem Leitfadeninterview und Netzwerkkarte verwendet. Die erhaltenen Daten wurden zum einen mit SPSS aufbereitet und analysiert und zum anderen wurde das Interview anhand der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. \ud \ud Die Forschungsfrage, ob die Unterstützung durch das soziale Netzwerk eine bedeu-tende Rolle bei der Entscheidung zur frühen Wiederaufnahme der Berufstätigkeit und der Umsetzung einer aktiven Doppelorientierung spielt, kann aufgrund der für den betrachteten Einzelfall vorliegenden Ergebnisse eindeutig bejaht werden. Im analysierten Fall ist ein Netzwerk vorhanden, das vom Eintritt in die Schwangerschaft über die Umsetzung des Wiedereinstiegs bis zur alltäglichen Bewältigung der Herausforderungen der aktiven Doppelorientierung auf diversen Ebenen Unterstützung geboten und dadurch die Umsetzung des Lebensmodells mitgetragen hat. Dieses Ego-Netzwerk ist überdurchschnittlich groß und zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Freundschaftsbeziehungen und eine lange durchschnittliche Beziehungsdauer sowie eine relativ hohe Kontaktfrequenz aus. Die Dichte des Netzwerks ist relativ hoch. Weiters kann weitgehende Homogenität und Homophilie festgestellt werden. All diese Strukturmerkmale tragen im vorliegenden Fall zur Verwirklichung eines frühen Wiedereinstiegs und einer aktiven Doppelorientierung bei. Der positive Einfluss des ego-zentrierten Netzwerks kann somit letztlich bestätigt werden

Topics: 71.33 Frau, Netzwerk / Wiedereinstieg / Unterstützung / Mütter
Year: 2012
OAI identifier: oai:othes.univie.ac.at:18875
Provided by: OTHES

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