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Ğinn jenseits von Mystik und Aberglaube

Abstract

Der Begriff "ğinn" ist nicht eindeutig und lässt viele Bedeutungen zu, eine davon ist die unsichtbarer Wesen. Im Koran werden ğinn als willensfreie Geschöpfe Gottes dargestellt, die mit dem Menschen interagieren können. Die Sunna bestätigt diese Darstellung und gibt Auskunft über ihre Lebensweise. Es gibt unterschiedliche Arten der ğinn, wobei eine eindeutige Kategorisierung nicht wirklich möglich ist. Es bestehen Unterschiede in Gattung bzw. Fortbewegung, meist dient als Unterscheidungskriterium aber das Verhalten. Die Interaktion mit ğinn ist möglich, sie ist jedoch meist unerwünscht und äußert sich negativ. Die verschiedenen Formen, als "Krankheiten" bezeichnet, sind der böse Blick, die "Berührung", Zauberei und Verliebtheit seitens der ğinn, die alle in unterschiedlichsten Ausprägungen auftreten können. Diesen ist man aber nicht hilflos ausgeliefert. Es gibt sowohl Methoden der Prävention als auch solche zur Behandlung, die auf den Propheten zurückgehen. Die Behandlung bedarf einiger Vorbereitungen/Bedingungen, die von Heiler und Patient zu erfüllen sind. Im Grunde genommen bedeutet das nichts anderes, als den Islam in all seinen Dimensionen korrekt zu praktizieren. Schließlich gilt es, gewisse Verbote zu beachten. Neben offenkundigen Verstößen gegen den Islam wie der Zauberei gibt es gerade hier oft Praktiken, die entweder von Scharlatanen kaschiert werden oder deshalb Akzeptanz finden, weil ein vermeintlicher/unwissender Šaiḫ sie gemacht hat. Im Volksglauben haben sich besonders Amulette und der zār eingebürgert, die nicht mit dem Islam in Einklang zu bringen sind

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oai:othes.univie.ac.at:14168Last time updated on 7/11/2013

This paper was published in OTHES.

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